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Investmentbanking: Kein „9-to-5-job“

Hohes Einkommen, lange Arbeitszeiten: Von Investmentbankern wird viel gefordert. Doch belohnt werden sie – neben dem guten Gehalt – mit abwechslungsreichen Aufgaben und spannenden Diskussionen über (neue) Finanzinstrumente. Ein kurzer Blick hinter die Kulissen.

Investmentbanking: Kein "9-to-5-Job" (Bild: volff / Fotolia)
Investmentbanking: Kein "9-to-5-Job" (Bild: volff / Fotolia)

Die Definition des schillernden Begriffs Investmentbanking hört sich bei einer großen deutschen Bank ganz trocken an: „Investmentbanking – Sammelbegriff für kapitalmarktorientierte Geschäfte. Hierunter fallen insbesondere Emission und Handel von Wertpapieren und ihren Derivaten, Zins- und Währungsmanagement, Corporate Finance, Beratung bei Übernahmen und Fusionen, strukturierte Finanzierungen und Private Equity“. Ende der Durchsage. Doch dahinter verbirgt sich ein Berufsfeld mit spannenden Aufgaben. Und bei großen Abschlüssen – „Big Deals“ – ist den Investmentbankern die Aufmerksamkeit der Financial Community und der (Medien-)Öffentlichkeit sicher.

Geeignet: Trainee-Programm im Finanzbereich

Ein wirtschafts- oder naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen an einer renommierten Hochschule, ergänzt durch ein Trainee-Programm im Finanzbereich, gilt immer noch als eine der besten Voraussetzungen für den erfolgreichen Start im Investmentbanking. Bei Wirtschaftswissenschaftlern sind Studienschwerpunkte wie Bankbetriebslehre und Finanzierung wichtig.

Gewünscht: Mathematisches Verständnis

Bewerber müssen in der Regel mit vier bis fünf strukturierten Einzelinterviews rechnen. Selbst Praktikanten kommen auf zwei bis drei Interviewrunden. Dort werden häufig auch Brainteaser-Aufgaben eingesetzt, um Bewerber auf logisches Denken, Kreativität und mathematisches Verständnis zu prüfen.

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Gearbeitet: Umfangreiche Analysen

Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit sind gefordert, denn der Job des Investmentbankers ist kein „9-to-5-job“. Belohnt wird man mit abwechslungsreichen Aufgaben und ständig neuen Herausforderungen wie Präsentationen bei Kunden, umfangreiche Marktanalysen, Businessplan-Modellierungen oder spannende Diskussionen über (neue) Finanzinstrumente. Eigene Ideen und selbstständiges Arbeiten sind gefragt und die Lernkurve im Job ist enorm, wie Professionals bestätigen. Generell sollten Analysten über sehr gute Excel-Kenntnisse, gute Kommunikationsfähigkeiten und analytische Fähigkeiten verfügen. Meist arbeitet man nicht nur an einem Projekt und muss auch unter Zeitdruck in unterschiedlichen Teams qualitativ gute Arbeit abliefern.

Gestartet: Einstieg als Analyst

In Investmentbanken gibt es vier bis fünf typische Karrierestufen: Analyst, Associate, Vice President, Director und Managing Director. Als Einsteiger arbeitet man rund zwei bis drei Jahre als Analyst, bevor man die nächste Stufe erreicht. Wer als Associate direkt in die zweite Hierarchiestufe einsteigen möchte, muss zusätzlich zum Studium – möglichst mit Auslandssemester und/oder Auslandspraktika bei einer (Investment-)Bank – eine Promotion oder den MBA-Abschluss an einer renommierten Business School mitbringen.

Karriere gemacht: Aufstieg zum Director

Nach weiteren drei bis vier Jahren mit entsprechender Leistung und Arbeitszeiten trägt man den Titel Vice President. Anschließend – wiederum im Zwei- bis Drei-Jahres-Rhythmus – kann man Director und Managing Director (MD) werden. Wer in seinem Unternehmen nach dieser Zeit nicht zum „MD“ ernannt wird, wechselt häufig zu einer anderen (Investment-)Bank, um dort als Managing Director einzusteigen.

Generell verrichtet der Analyst die meiste fachbezogene Arbeit, ein Associate betreut zusätzlich zu seiner – dann umfangreicheren – Arbeit die neuen Einsteiger. Ein Vice President fungiert meist als übergeordneter Projektmanager. Der „MD“ managt oft nicht nur nationale Teams, sondern ganze Abteilungen.

Gehalt: Meist überdurchschnittlich

Investmentbanking ist ein kreativer Beruf, da immer neue Ansätze durchdacht werden müssen. Reisebereitschaft sollte man als Einsteiger aber mitbringen. Bei den großen und kleinen Deals reist man viel, um Kunden vor Ort zu betreuen. Dieses Los teilen Investmentbanker mit den Consultants. Und noch etwas teilen die beiden Jobs: Einsteiger verdienen zumeist überdurchschnittlich.

Datum: 10/09
Thomas Friedenberger

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