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Software-Entwickler

Jan Schroer, Jahrgang 1964, ist HR-Manager bei der Elektrobit Automotive GmbH. Er studierte BWL an der FH München und erklärt, dass praktische Erfahrungen durch Werstudententätigkeiten wichtiger sind als ein Auslandaufenthalt. 

(Bild: gerenme/iStock)
(Bild: gerenme/iStock)

Keine Grenzen für neue Innovationen

Software-Entwickler sind unter anderem an Projekten im Zusammenhang mit Dingen beteiligt, die es noch gar nicht gibt. Sie treiben neue Technologien voran, bringen eigene Ideen ein und hinterlassen Spuren. Immer wieder gilt es, neue Herausforderungen zu bewältigen, was die Arbeit nie langweilig werden lässt. Ein typisches Aufgabengebiet für Software-Entwickler in der Automotive-Branche ist beispielsweise die Navigation. Kreative Köpfe sind hier gefragt, wenn es bei- spielsweise darum geht, neue Nice-to-haves zu definieren. Wo ist das nächste Sterne-Restaurant? Oder gibt es in der Nähe einen Badesee? Auch im Bereich Sprachsteuerung oder der Car-to-Car-Kommunikation stehen Software-Ent- wickler vor spannenden Aufgaben. Hier sind beispielsweise neben Englisch- kenntnissen auch andere Sprachkenntnisse von Vorteil.

Praktische Erfahrungen wichtiger als Auslandserfahrungen

Generell ist es allerdings so, dass zwar Englischkenntnisse wichtig sind, ein Auslandsaufenthalt aber nicht explizit gefordert wird. Wichtiger ist es, dass Nachwuchskräfte praktische Erfah- rungen etwa durch eine Werkstudententätigkeit, ein Praktikum oder eine unternehmensnahe Diplomarbeit erworben haben. Bereits Praktikanten oder Diplomanden sind in der Software-Entwicklung fest ins Team inte- griert. Sie erledigen selbstständig Aufgaben, die ein Teilprodukt des Ganzen darstellen, und leisten so einen wertvollen Beitrag zum Gesamtprojekt. Hierbei profitieren sie von den Erfahrungen der Teammitglieder, die schon länger im Job sind, und lernen den Arbeitsalltag genau kennen.

Praktikum und Direkteinstieg

Von Vorteil ist es, wenn sich Absolventen bereits in einem Praktikum mit Embedded Software beschäftigt haben. Wenn man ein Praktikum bei einem Großunternehmen und eines bei einem Mittelständler absolviert hat, fällt die Entscheidung leichter, welche Unternehmensform am besten zur eigenen Persönlichkeit und den Karriere- vorstellungen passt. Der Arbeitsmarkt für Software-Entwickler sieht sehr gut aus. Die meisten Absolventen stei- gen als Direkteinsteiger ein und haben unterschiedliche Karriere-Perspektiven. So kann man nach dem Ein- stieg als Software-Entwickler entscheiden, ob man den beratenden, den technischen oder den Management-  Karriere-Pfad einschlagen will.

Projektablauf

Ein klassisches Projekt läuft in der Regel wie folgt ab: Nachdem der Kunde einen Auftrag erteilt hat, erstellen Team- und Projektleiter ein Angebot. Anschließend bestimmen sie, welche Software-Entwickler im Unter- nehmen an dem Projekt arbeiten werden. In Brainstorming-Runden geht es nun darum, gemeinsam mit dem Kunden das Projekt genau zu definieren. Immer wieder sind Software-Entwickler in verschiedenen Projekt- phasen beratend tätig. Beispielsweise müssen sie entscheiden, ob eine Idee realisierbar ist und dies gegen- über dem Teamleiter oder dem Kunden vertreten. Kommunikative Skills sind ein absolutes Muss – etwa auch wenn Statusberichte verfasst werden müssen. Nachdem der Software-Release stattgefunden hat, ist das Projekt abgeschlossen. Je nach Auftrag kann ein Projekt in der Software-Entwicklung mehrere Monate oder auch mehrere Jahre dauern. Da Software-Entwickler auch beim Kunden vor Ort eingesetzt werden, sollten Bewerber örtlich flexibel sein. Die meiste Zeit eines Projekts verbringen sie allerdings am eigenen Schreibtisch.

Wichtige Kriterien

Ein weiteres wichtiges Kriterium, das Software-Entwickler erfüllen sollten: Sie müssen ihren eigenen Kopf haben und extrovertiert sein. Nachwuchskräfte, die zwar fachlich top sind, aber kommunikative Schwächen haben und eher Projekte „abarbeiten“ und nicht kreativ mitgestalten wollen, sind in der Software-Entwicklung fehl am Platz. Wer in der Bewerbung punkten will, sollte auf jeden Fall seine Teamfähigkeit belegen können. Denn die ist in der Software-Entwicklung besonders wichtig.

Datum: 7/11
Autor: Jan Schroer

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