Zukunft serienmäßig: Die IAA in Frankfurt am Main
Im Jahr des 125-jährigen Geburtstages des Automobils blickte die IAA vom 15. bis 25. September auf die automobilen Trends von morgen und zeigte gleichzeitig serienreife Konzepte, die bald auf den Markt kommen.

- Impression der 63. IAA 2009 (Bild: Pressefoto 63. IAA)
Es sind nicht nur die Rekordmeldungen des letzten halben Jahres, die zeigen, dass die Automobilbranche wieder den Fuß auf dem Gaspedal hat. Auch die Ausstellerzahlen der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main sprechen für sich. In elf Hallen und auf 14 Freigeländen präsentieren mehr als 900 Aussteller und dem Motto „Zukunft serienmäßig“ ihre Auto-Neuheiten. Darunter sind 75 internationale Automobilhersteller.
Eine starke IAA
„Das wird eine starke IAA – mit mehr Ausstellern, mehr Besuchern und noch mehr Innovationen. Hersteller aus den USA und Asien, die 2009 krisenbedingt nicht dabei sein konnten, werden wieder ausstellen“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Der VDA ist Veranstalter der IAA.
Schwerpunkt: Elektromobilität
Ein Schwerpunkt der IAA liegt auf der Elektromobilität. Zusätzlich zu den E-Autos, die die Hersteller auf ihren Ständen zeigen, wird es erstmals auf einer IAA eine eigene Halle der Elektromobilität geben, mit Informationen rund um das Elektroauto und der Möglichkeit zu Testfahrten. Hier können die Besucher das Ecosystem Elektromobilität mit den dazugehörigen Produkten und Dienstleistungen erleben.
„Dieser branchenübergreifende Auftritt soll die sich verändernde Wertschöpfungskette aufzeigen und deutlich machen, dass die Mobilität von morgen einer gemeinsamen Kraftanstrengung bedarf, die weit über die bisherigen Grenzen von einzelnen Industriezweigen hinausführt“, sagte Wissmann.
So sind auf der IAA auch Unternehmen und Institute vertreten, die sich etwa mit der Infrastruktur beschäftigen. Und auch die großen Energieversorger sind mit großen Messeauftritten präsent. Die Ausstellung wird begleitet von einem hochrangig besetzten „Fachkongress Elektromobilität“ am 21. September, der das Thema entlang der gesamten Wertschöpfungskette beleuchtet.
Weltneuheiten mit Fahrspaß
Viele Weltpremieren wird es geben. Bei BMW darf man sicher auf die neue Marke BMW i gespannt sein. Die Stadtwagenstudie i3 ist ein reines Elektroauto, beim i8 handelt es sich um einen Sportwagen mit Plug-in-Hybridtechnik. Und bei Volkswagen wird der neue VW up! auf Interesse stoßen. Der Kleinwagen mit einer Länge von 3,54 Metern kann selbst in puncto Sicherheit mit den Großen mithalten. Fest eingeplant ist für das Jahr 2013 außerdem ein up! mit Elektroantrieb. Neben den zahlreichen Weltpremieren und technischen Neuheiten präsentiert die weltweit wichtigste Mobilitätsschau auch ein spannendes Rahmenprogramm – denn auf der IAA heißt das Stichwort Interaktion.
Hier können Autos nicht nur betrachtet und bestaunt, sondern auch erlebt werden. So wird es etwa bei den Bayern einen mehrere hundert Meter langen Rundkurs um die Ausstellungsfläche geben. In einem 100 Meter langen, 70 Meter breiten und zwölf Meter hohen Audi-Haus gibt es eine 400 Meter lange Fahrbahn, auf der bis zu neun Autos gleichzeitig fahren können. Und Ford lockt mit einem Outdoor-Testgelände. Zahlreiche Hersteller – darunter Audi, Chevrolet, Citroen, Hyundai, Kia, Opel, Peugeot, Renault, Seat, Smart und Volkswagen – stellen ihre neuen Fahrzeuge für kostenlose Fahrten auf Frankfurts Straßen zur Verfügung. Die 64. IAA wird ihre Besucher garantiert in Bewegung setzen – auch in Richtung Zukunft.
Datum: 8/11
Autorin: Katrin Mingels




