Der Karriere-Turbo
Wer es in der Automotive-Branche weiter bringen will, sollte weiter studieren. Ein Studium nach dem Studium kann die Türen zu neuen Karrierewegen öffnen. Die besten Tipps zur Bewerbung und zur Finanzierung.

- Ein Studium nach dem Studium kann die Karriere erheblich beschleunigen. (Bild: pixelio/Fischer)
Nach dem Bachelor müssen Studenten das erste Mal für sich die Frage nach einem weiterführenden Studium beantworten: „Möchte ich weiter studieren? Und wenn ja, wann? Sofort oder erst nach ein paar Jahren Berufserfahrung?“ Wichtige Fragen, die die weitere Karriere in der Automotive-Branche wesentlich beeinfluss
Master ja oder nein?
Ob man den Master direkt an den Bachelor anschließen sollte, hängt von den persönlichen Karrierezielen ab. Fakt ist: Nicht automatisch erlangen Master-Absolventen eine besser dotierte Stelle als ihre Bachelor-Kollegen. Allerdings wird für viele Positionen in der Automotive-Branche ein Master-Abschluss zwingend vorausgesetzt. Und gerade hier wird ein Master noch stärker akzeptiert als ein Bachelor – so das Ergebnis der Staufenbiel JobTrends Studie 2008.
Grundsätzlich ist es auch möglich, nach dem Bachelor zunächst in die Praxis zu wechseln und erst später den Master-Abschluss anzugehen. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Master-Studiengang länger dauert, wenn man einige Jahre gearbeitet hat.
Ergänzungsstudium
Anders sieht es für Absolventen aus, die bereits das Diplom oder den Master in der Tasche haben. Beide Abschlüsse sind in der Automotive-Branche nahezu gleich stark akzeptiert. Trotzdem kann ein weiterführendes Studium einer fachfremden Wissenschaft oder ein Ergänzungsstudium durchaus Sinn machen. Interdisziplinäres Arbeiten ist Alltag. Im Vorteil ist, wer sich mit der Technik und mit der Wirtschaft auskennt.
Ein weiterführendes Studium kann entweder Vollzeit oder als Fernstudium organisiert sein. Wer auf jeden Fall erst einmal in der Praxis Gas geben möchte, kann auch nach einigen Jahren noch den Master of Business Administration anschließen. Für den MBA ist häufig Berufserfahrung nötig. Manche Unternehmen der Automotive-Branche bieten ihren Mitarbeitern auch Firmen- und Konsortial-Programme für die Erlangung des MBA an. Oder sie unterstützen die Initiative ihrer Young Professionals zumindest mit einer befristeten Freistellung.
Wo studieren?
Für Bachelor-Absolventen stehen der konsekutive und der nicht-konsekutive Master zur Auswahl. Der konsekutive Master vertieft inhaltlich den Bachelor. Beim nicht-konsekutiven Master steht eine andere Studienrichtung im Fokus. So kann man den Bachelor of Science mit dem Master of Arts kombinieren.
Das Angebot an Master-Studiengängen ist lange nicht so umfangreich wie bei Bachelor-Studiengängen. Deswegen haben viele Universitäten ihre Zugangsvoraussetzungen so hoch ansetzen, dass viele Bachelor-Absolventen von der Fachhochschule zusätzliche Seminare besuchen müssen, um von der jeweiligen Universität überhaupt angenommen zu werden.
Eine andere Variante ist ein Aufbau-, Zusatz- oder Ergänzungsstudium. Wer sich dafür entscheidet, muss mit zwei bis vier zusätzlichen Semestern rechnen. Modelle und Inhalte der Fortbildungsangebote variieren ebenso wie Kosten und Abschlüsse. Außer Vollzeitstudiengängen gibt es immer mehr Teilzeitprogramme und berufsbegleitende Formen, die als Abendstudium, am Wochenende oder als Fernstudium mit Präsenzblöcken absolviert werden.
Wie bewerben?
Wer einen Master machen will, muss sich neu bewerben. Wie das genau aussieht, ist von Hochschule zu Hochschule anders. Normalerweise wird der Nachweis über einen akademischen Abschluss verlangt, ein Lebenslauf und Zeugnisse über die Berufstätigkeit. Hinzu kommen können das Gutachten eines Professors, eine persönliche Stellungnahme oder auch ein Aufsatz über ein studienrelevantes Thema. Manche Hochschulen bitten die Bewerber zusätzlich zu einem Leistungstest.
Datum: 07/09
Autorin: Eva Flick
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