Automotive
Im globalen Wettbewerb setzt die Automobilbranche auf branchenspezifische Lösungen und Ansätze mit Unterstützung von Beratern.

- (Bild: Andreyuu/iStock)
Consulting im Automobilsektor
Consulting im Automobilsektor ist häufig davon geprägt, dass deutsche Unternehmen (Hersteller und Zulieferer) ihre Produk- tionsstätten in andere Länder und Kontinente verlagern und Wertschöpfungsketten völlig neu organisieren. Dabei könnten auch an vielen deutschen Standorten noch ganz erhebliche Effizienzsteigerungspotenziale erzielt werden. Hier gilt es, nach gründlicher Analyse und Konzeptentwicklung, grundlegende Veränderungsprozesse in den Unternehmen sicher zu imple- mentieren. Strategie und Organisation sind die Basis für den erfolgreichen Veränderungsprozess, die Umsetzung ist jedoch häufig die schwierigste Phase in einem Beratungsprojekt.
Berater als Ideengeber
„Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man ein Vermögen“, sagte der geniale Autobauer Henry Ford. Auch Berater sollten sich vor allem als Ideengeber für Verbesserungen verstehen. Dabei ist es von großer Bedeutung, die Kundenmitarbeiter und ihr Wissen in das Beratungsprojekt voll zu integrieren. Denn für den Projekterfolg sind menschliche Faktoren oft genauso entscheidend wie fachliche Aspekte. Gute Con- sultants verstehen sich als Dienstleister und weniger als Super-Experten, die anderen zeigen, wie und wo es langgeht.
Training on the Job
In Implementierungsprojekten sind sowieso keine spektakulären Einzellösungen gefragt, sondern das har- monische Zusammenwirken von Mensch, Technik und Organisation. Die Erfahrung zeigt: Erst wenn die „einfachen Probleme“ behoben sind, sollte über eine Neugestaltung der Wertschöpfungskette in der Automobil- branche nachgedacht werden, um die Produktivität zu steigern. Junior Consultants gewinnen beim Einstieg durch Training on the Job schnell an Erfahrung. Deshalb werden Consultants mit einigen Jahren Automotive-Beratungserfahrung öfter von Kundenunternehmen abgeworben und finden dort interessante Aufstiegschancen ins Top-Management. Doch auch die Karrierewege in der thematischen Spezialberatung sind attraktiv. Die Verantwortung in den Projekten nimmt zu und nach zwei bis drei Jahren übernehmen viele Berater Projektleitungsaufgaben.
Aufgaben der Berater
Die unterschiedlichen Tätigkeiten umfassen anfangs zwar auch weniger spektakuläre Aufgaben, wie Internet- recherche oder Layout-Überarbeitung von Präsentationen, später kommen aber anspruchsvolle Aufgaben wie die Vorbereitung und Mitarbeit bei Workshops und die Ausarbeitung von Präsentationen beim Kunden hinzu. Immer wieder interessant, und zudem eine sehr typische Berateraufgabe, sind Kunden- interviews. Hier lernt man schnell eine Menge über die Automobilbranche, das jeweilige Unternehmen und die Mitarbeiter. Eine gute Portion Kommunikationsfähigkeit ist daher Grundvoraussetzung, die ein Berater mitbringen muss.
Datum: 7/11
Autor: Thomas Friedenberger






