Handel: Lieferwege für die Karriere
Jedes Produkt soll im Geschäft immer vorrätig sein. Zu jeder Zeit, in bester Qualität, zu günstigen Preisen. Supply Chain Consultants sorgen für den reibungslosen Ablauf und zufriedene Kunden.

- Gerade in schwierigen Zeiten bieten sich Beratern im Bereich des internationalen Handels und im Supply-Chain-Bereich viele Chancen und Herausforderungen. (Bild: mediaphotos/iStock)
Ein vielfältiges Betätigungsfeld für Berater findet sich im Handel. Die Kunden der Händler fordern viel. Das Einkaufen soll spannend sein, die Atmosphäre muss stimmen. Kundenservice, aber auch Beleuchtung, Geräuschkulisse und die Lage des Geschäfts sind wichtige Faktoren im Kampf um den Kunden. Nur wer auch die richtigen Produkte, in der geforderten Qualität, zu einem angemessenen Verkaufspreis und zum richtigen Zeitpunkt anbietet wird im Markt erfolgreich sein. Gerade für die internationale Handelsberatung ist daher die Optimierung der Supply Chain ein wichtiges Beratungsfeld.
Der Sourcing-Mix macht's
Viele Produkte für den heimischen Markt werden mittlerweile im europäischen Ausland und in Übersee produziert. Durch lange Lieferzeiten müssen lange Vorlaufzeiten kalkuliert werden. Bei „Never-out-of-stock-Artikeln“ (Fachbegriff für Artikel, die grundsätzlich verfügbar sind und vom Kunden als vorrätig erwartet werden) ist das nicht so problematisch.
Bei Artikeln, die der Mode unterworfen sind aber schon. Hier ist es wichtig auf Trends reagieren zu können. Daher werden solche Produkte in marktnahen Standorten produziert etwa in osteuropäischen Ländern. Die Aufgabe des Supply Chain Consultant ist es, die bestmöglichen Herstellungsländer und -unternehmen vorzuschlagen. Denn verschiedene Länder haben unterschiedliche Spezialitäten und verschiedene Unternehmen unterschiedliche Kapazitäten. Auf einen sinnvollen Sourcing-Mix muss geachtet werden, sodass es nicht zu Engpässen kommen kann.
Einfache Lösungen gibt es nicht
Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Beschaffungsprozesse gehört ebenfalls zu den Tätigkeiten eines Beraters in diesem internationalen Bereich. Zu wenige Lieferanten führen zu einer großen Verhandlungsmacht auf Lieferantenseite. Zu viele Lieferanten schaffen Unübersichtlichkeit. Die Zahl der Zulieferer muss definiert werden, um Abläufe zu optimieren.
Auch die Frage, ob selbst hergestellt oder zugekauft wird, muss sich der Handelsberater für Supply Chains stellen. Genauso wie die Frage, ob und wie stark Importeure einbezogen werden oder ob eigenes Personal für den Einkauf eingesetzt werden kann. Einfache Lösungen gibt es bei der Beschaffungsoptimierung nicht. Denn der Markt ist ständig in Bewegung.
Für Unternehmen, die am Ball bleiben wollen, sind Anpassungen zu jeder Zeit notwendig. Gerade in schwierigen Zeiten bieten sich Beratern im Bereich des internationalen Handels und im Supply-Chain-Bereich viele Chancen und Herausforderungen.
Datum: 5/09
Autor: Thomas Friedenberger
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