Prozessberatung
Die Unterstützung bei großen, ganzheitlichen Transformations- und Veränderungsprozessen ist die Aufgabe eines Prozessberaters, um für Kunden konkrete, sichtbare und messbare Ergebnisse zu erzielen.

- (Bild: Layos/iStock)
Aufgaben eines Prozessberaters
Auch große, ganzheitliche Transformations- und Veränderungs- prozesse in Unternehmen gehören zum Geschäft der Prozess- berater. Zu den Kernpunkten zählt natürlich auch, den Kunden hinsichtlich einer kostenoptimalen Implementierung von Pro- zessen und Dienstleistungen zu beraten. Dabei hinterfragen Prozessberater die gesamte Wertschöpfungskette und liefern Alternativen bei den Sourcing-Strategien. Prozessberater sind eng in strategische Fragen eingebunden. Doch es besteht ein Unter- schied zwischen der Prozess- und der reinen Strategieberatung: In der Prozessberatung werden in der Regel sichtbare und mess- bare Ergebnisse für das Kundenunternehmen erzielt.
Fachberater für soziale Systeme
Kein Prozessberater liefert nur Powerpoint-Folien ab. Prozessberater sind Fachberater für soziale Systeme. Sie sortieren vorhandenes Wissen im Kundenunternehmen, stellen Fragen, die bislang dort vielleicht nicht gestellt wurden und sorgen dafür, dass beim Kunden alle auf die Prozesse und Strukturen blicken, die bislang kaum jemand so gezielt analysiert hat. Die Prozessberater suchen dabei besonders die Schwachstellen im System. Für sie stehen dennoch die Menschen im Mittelpunkt, denn sie bestimmen letztlich auch die unternehmens- internen Prozesse.
Strategie- oder Prozessberatung?
Wenn sich Wirtschaftsabsolventen für den Job als Consultant interessieren, sollten sie zunächst prüfen, welche Philosophie der Beratung ihnen grundsätzlich liegt. In der klassischen (Strategie-)Beratung kann das Wissen aus dem Studium direkt angewendet und ausgebaut werden. Bei der Prozessberatung müssen Einsteiger die Menschen und besonders die Systeme im Kundenunternehmen verstehen. Sie sollten großes Interesse an Kommunikation haben. Sie ist die Basis der Tätigkeit eines Prozessberaters.
Soft Skills und Projekterfahrung erwünscht
Einsteiger werden schnell beim Kunden eingesetzt. Es ist wichtig, von Anfang an viel Projekterfahrung zu sammeln, um schnell Verantwortung übernehmen zu können. Dies gilt für Absolventen genauso wie für Young Professionals. Soft Skills wie Teamarbeit, Flexibilität und Offenheit sind wichtige Voraussetzungen für den Job als Prozessberater. Hier helfen Erfahrungen aus dem Studium, wenn Absolventen öfter in Projekten und Teams zusammen- gearbeitet haben. Dabei haben sie strukturiertes Arbeiten und analytisches Denken gelernt – was ihnen jetzt in der Prozessberatung besonders zugute kommt.
Datum: 7/11
Autor: Thomas Friedenberger
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