Strategie: Königsdisziplin im Consulting
Die Strategieberatung gilt als Königsdisziplin im Consulting. Viele Bewerber wollen Strategieberater werden. Ein kurzer, strategischer Blick hinter die Kulissen.

- Strategieberater sollten sich mit gezielten eigenen Fragen an Lösungen herantasten. (Bild: Yurok Aleksandrovich/Fotolia)
Strategie: ein Viertel der Beratungsprojekte
Rund 25 Prozent aller Beratungsprojekte entfallen auf das Beratungsfeld Strategieberatung. Vor allem die strategische Unternehmensplanung und die Marketingberatung waren dabei in den letzten Jahren besonders gefragt. Strategieprojekte zeigen Wege auf, wie Unternehmen ihre Kernkompetenzen besser nutzen können, um schneller und profitabler zu wachsen und die Marktposition zu stärken.
Erster Schritt: die systematische Analyse
Typische Fragestellungen eines Strategieprojekts sind etwa die Anpassung des Geschäftsmodells an veränderte Marktsituationen oder die Optimierung eines Geschäftsbereichs im Wettbewerb. Ein wesentlicher Bestandteil eines Strategieprojekts ist – neben der eigentlichen Entwicklung der (Unternehmens-)Strategie – eine umfassende und tiefgehende Markt- und Wettbewerberanalyse. Der Strategieberater wird dabei häufig vor eine besondere Herausforderung gestellt: Neben der systematischen Analyse müssen tiefer liegende Muster erkannt und verändert werden.
Strategieberater verfügen über gute Fragetechnik
Wer sich als Strategieberater bewirbt, sollte besonders einige Dinge für die Fallstudien-Interviews beachten. Entscheidend ist hierbei, einer logischen Struktur zu folgen – denn so arbeiten auch die Strategieberater selbst. Man sollte sich in jedem Fall Zeit nehmen, die Fragestellungen zu durchdringen und sich mit gezielten eigenen Fragen an die Lösung herantasten. Eine gute Fragetechnik bringt auch im Joballtag als Berater die entscheidenden Pluspunkte.
Sein Gegenüber mit Argumenten überzeugen
In den Interviews geht es darum, sich näher kennenzulernen und festzustellen, ob man als Berater zum Unternehmen passt (und umgekehrt). Dabei interessiert den Arbeitgeber nicht nur der akademische und berufliche Werdegang, sondern besonders auch die Art, wie man Probleme bearbeitet und löst. Sorgfältige Analyse und strategisches Denken beeindrucken hier deutlich stärker als (vor)schnelle Antworten. Und manchmal sind es gerade die kritischen Fragen eines Bewerbers, die zeigen, wie man an eine Aufgabe herangeht, ob man zuhören kann und in der Lage ist, sein Gegenüber mit Argumenten zu überzeugen. Denn genau das ist es, was von Strategieberatern verlangt wird.
Datum: 04/10
Autor: Thomas Friedenberger
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