Consulting: Den Handel beraten
Wer den Handel berät, arbeitet nah am Endverbraucher. Consultants beeinflussen hier Märkte und Marken aus dem täglichen Leben.

- Consulting im Handel: Berater analysieren und optimieren Prozesse. (Bild: GTI)
Ob die Beratungsleistungen erfolgreich sind, macht sich sofort bemerkbar und ist in Zahlen messbar. Dies betrifft zum Beispiel die Verkaufsfläche. Um Produkte ideal zu vermarkten, müssen sie perfekt platziert und der Bereich optimal gestaltet sein. Berater analysieren dazu das Verhalten der Kunden, bewerten die existierende Verkaufsfläche und optimieren die Produktstrategie.
Prozesse aufeinander abstimmen
In der Beschaffungsoptimierung geht es darum, ein Produkt rechtzeitig und möglichst günstig im Handel bereitzustellen. Dazu müssen geeignete Produktionsstätten und Lieferanten gefunden und die Organisation des gesamten Prozesses perfekt abgestimmt werden.
Immer mehr Unternehmen legen dabei besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. In diesen Fällen berücksichtigen die Berater insbesondere umweltverträgliche Aspekte. Das kann faire Bezugswege, die Umstellung der IT auf energiesparende Systeme oder ein Konzept für nachhaltige Unternehmensführung umfassen.
Kennzahlen definieren
Zur Beratungsleistung zählt auch, Schwachstellen in Filialen zu erkennen und Best-Practice-Beispiele zu benennen. Um Prozesse und Ergebnisse zu optimieren, analysieren die Consultants die Abläufe und erstellen konkrete Verbesserungsvorschläge. Gleichzeitig legen sie Kennzahlen fest, um einzelne Schritte vergleichbar zu machen oder Entwicklungen besser zu erkennen. Solche Benchmarks sind in den Unternehmen manchmal gar nicht bekannt. Deshalb gehört oft auch die Schulung der Mitarbeiter in speziellen Workshops zu den Aufgaben der Berater.
Idealerweise kommen Einsteiger aus wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen und bringen Handels- und Beratungserfahrung mit. Einblicke in das Consulting-Geschäft können Studenten durch Praktika oder die Mitarbeit in studentischen Unternehmensberatungen sammeln.
Doch Branchenwissen allein reicht nicht. Um die Wünsche der Handelsunternehmen zu erkennen, müssen Berater zuhören und sich in Kunden hineinversetzen können. Besonders im Mode- und Lebensmittelsektor ist die Branche sehr trendorientiert. Berater müssen daher immer auf dem neuesten Stand sein, wenn es um Entwicklungen im Handel geht.
Datum: 04/09
Autorin: Claudia Feuerer





