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E-Commerce: Weiterhin ein Wachstumsmarkt

Der Online-Handel wächst weiter. Absolventen, die hier einsteigen wollen, sollten einiges mitbringen: neben Medienkompetenz vor allem Kenntnisse im Online-Marketing, im Einkauf und in der Beschaffung.

E-Commerce: Auf die zielgruppengerechte Ansprache kommt es an. (Foto: antonbrand/iStockphoto)
E-Commerce: Auf die zielgruppengerechte Ansprache kommt es an. (Foto: antonbrand/iStockphoto)

Der Online-Handel bleibt ein Wachstumsmarkt. Online-Shops erzielen inzwischen mehr als die Hälfte des Umsatzes im deutschen Distanzhandel. Für 2011 sagt der Handelsverband Deutschland (HDE) Umsätze im E-Commerce von über 26 Milliarden Euro voraus – zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Nach einer Studie des E-Commerce-Centers Handel (ECC) rechnen 84 Prozent der deutschen Online-Händler im Jahr 2011 mit weiter wachsenden Umsätzen.

Je jünger, desto mobiler

Die Internet-Händler verteilen sich auf zwei Gruppen: „Pure Player“ und „Multi-Channel-Retailer“. Pure Player vertreiben ihre Waren ausschließlich über das Internet. Das A und O ist hier eine effiziente Kundenakquisition, denn das Unternehmen kann nicht auf einen Kundenstamm aus dem klassischen Handelsgeschäft aufbauen.

Händler mit einer Multi-Channel-Strategie fügen ihren Online-Shop als weiteren Absatzkanal hinzu. Dabei ist eine medien- und zielgruppengerechte Ansprache der Kunden wichtig. Grundsätzlich gilt: je jünger, desto mobiler und je älter, desto klassischer. Auch die Preisgestaltung ist bei einer Multi-Channel-Strategie ein zentrales Thema. Denn die Händler müssen entscheiden, ob für die verschiedenen Absatzkanäle einheitliche oder differenzierte Preise gewählt werden.

Gefragt sind Mitarbeiter, die die Prozesse durchschauen. Hochschulabsolventen haben gute Chancen. Sie bringen die nötige Medienkompetenz schon mit, die Umstellung auf E-Commerce fällt ihnen oft leichter als den gestandenen Mitarbeitern im Handel. Außerdem müssen Berufseinsteiger das Grundwissen über technische Standards und relevante Entwicklungen mitbringen. Selbst wer nicht unmittelbar im technischen Bereich arbeitet, muss die richtigen externen Dienstleister auswählen können, die Webseiten oder E-Shops einrichten sollen. Hilfreich sind auch Kenntnisse im (Online-)Marketing, im Einkauf und in der Beschaffung.

Vom Techniker zum Vermarkter

Insgesamt entwickelt sich der Bedarf im E-Commerce eher in Richtung Vermarkter statt Techniker. Wer hier einsteigen möchte, muss großes Interesse an Online-Themen mitbringen und sollte schon praktische Erfahrungen im E-Commerce gemacht haben. Ein Praktikum oder Studentenjob bei einem Online-Dienstleister, der sich etwa mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, überzeugt dabei besonders.

Datum: 5/11
Autor: Heinz Peter Krieger

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