Vertrieb: Sprungbrett für die Karriere
Ob Business-to-Business-Vertrieb (B2B) oder das Geschäft direkt mit dem Verbraucher: Der Vertrieb bietet Berufseinsteigern fast überall gute Aussichten.

- Gute Vertriebler werden im Handel fast überall gesucht. (Bild: Tiratore/Fotolia)
Unter den betriebswirtschaftlichen Funktionen ist der Vertrieb einer der stärksten Bereiche auf dem Stellenmarkt. Ganz vorn steht dabei der Handel. Gute Vertriebler werden hier fast überall gesucht. Denn ein erfolgreicher Vertrieb schlägt sich unmittelbar in positiven Zahlen nieder. Dort wird deshalb zuletzt gespart. Im Trend liegen dabei zwei Bereiche: der Discount, der die Kunden mit einem schmalen Sortiment und knapp kalkulierten Preisen gewinnt, und Lifestyle-Anbieter, die durch Beratung, Service und Markenbewusstsein überzeugen.
Vertriebstalente von heute
Ein Vertriebstalent von heute kennt sich in Marktforschung und Absatzplanung aus, überblickt eine automatisierte Logistik, bringt Marketingkenntnisse mit und führt zahlreiche Mitarbeiter. Wegen dieser immer komplexeren Aufgaben ist es selten geworden, dass Vertriebler auch ohne Hochschulabschluss Karriere machen. Die Unternehmen setzen zunehmend auf Einsteiger mit Examen.
Dabei erwarten die Arbeitgeber nicht, dass der Absolvent schon alles kennt und kann, sondern bereiten die Mitarbeiter häufig in Trainee-Programmen gezielt auf ihren zukünftigen Arbeitsbereich vor. In diesen Programmen ist es üblich, dass die Berufseinsteiger verschiedene Filialen kennenlernen und Phasen im Verkauf durchlaufen – Kundenkontakt und Regalbefüllung inklusive.
Führungskräfte gesucht
Die Handelsunternehmen planen ihre Trainee-Programme aber nicht, um „akademische Verkäufer“ auszubilden. Gesucht werden im Vertrieb Nachwuchskräfte, die in der Lage sind, später Führungsaufgaben zu übernehmen. Deshalb ist der Vertrieb im Handel oft das Sprungbrett für eine schnelle Karriere. Denn Berufseinsteiger im Vertrieb beweisen schon früh, dass sie Verantwortung für Personal und Umsatz übernehmen können.
Die Unternehmen wünschen sich hierfür praxisorientierte Typen, die souverän und zügig durchs Studium gegangen sind. Sie müssen kalkulieren können und sollten bereits während des Studiums Erfahrungen im Handel gesammelt haben. Gerne auch im Bereich E-Commerce – denn eine Verknüpfung der verschiedenen Vertriebswege wird für fast alle Handelsunternehmen immer wichtiger.
Datum: 04/10
Autor: Heinz Peter Krieger
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