Perfekte Bewerbungsunterlagen – Step 3: Online-Bewerbung
Online-Bewerbungen gehört die Zukunft. Aber auch online müssen Bewerber besonders auf sauber strukturierte Unterlagen achten.

- Online-Bewerbungen sparen Zeit und Geld. (Bild: POCHITALIN/iStockphoto)
Die Online-Bewerbung liegt nicht ohne Grund im Trend. Unternehmen schätzen die Vorteile einer standardisierten Vorauswahl. Und Bewerber sparen beim Versand einer digitalen Mappe Zeit und Geld.
Auch bei einer Online-Bewerbung sind ein persönlicher Bezug zum Unternehmen und ein aussagekräftiges Anschreiben Pflicht. „Online gilt dieselbe Sorgfalt wie bei Bewerbungen in Papierform“, sagt Jela Götting, Leiterin der Nachwuchsprogramme bei Adidas. „Rechtschreibfehler oder Massenbewerbungen mit falschem Namen sind ein K.-o.-Kriterium.“
Bewerben per E-Mail
Ist in der Stellenanzeige eine E-Mail- Adresse angegeben, wird eine digitale Bewerbung gern gesehen. Geht es nicht aus der Anzeige hervor oder bewirbt man sich initiativ, lohnt sich ein Anruf. Dabei lässt sich auch gleich ein konkreter Adressat herausfinden. Ein persönlicher Ansprechpartner ist bei der E-Mail-Bewerbung noch wichtiger als bei einer Print-Bewerbung. Denn bei einer allgemeinen Adresse wie „info@...“ kann es passieren, dass die Bewerbung in den Tiefen des Postfachs verschwindet.
Der Betreff verweist konkret auf die Stelle, und in das Textfeld der E-Mail gehört eine Kurzfassung des Anschreibens, die neugierig macht. Die Unterlagen kommen in den Anhang – als PDF oder in einem anderen gängigen Format. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate werden jeweils in einer Datei zusammengefasst. Die Anhänge sollten insgesamt nicht größer sein als etwa zwei Megabyte.
Online-Formulare
Immer häufiger können Bewerber ihre Unterlagen direkt auf Karriere-Seiten hochladen. „Online-Bewerbungsportale sind zunehmend Standard in großen Unternehmen“, bestätigt Götting. Zu den Online-Formularen gehören häufig freie Textfelder, deren Platz meist begrenzt ist. Die Herausforderung ist dann, die wichtigsten Infos in kurze Formulierungen zu packen.
Um von einer Recruiting-Software nicht aussortiert zu werden, sollten Bewerber ihre Qualifikationen mit genau dem Vokabular beschreiben, das in der Stellenanzeige benutzt wird. Zugleich ist es wichtig, in diesen freien Textfeldern aussagekräftig und ansprechend zu formulieren. Warum, weiß Expertin Jela Götting: „Auch wenn Sie Ihre Daten in eine statische Maske speichern, lesen Menschen Ihre Antworten, die sich ein umfassendes Bild von Ihnen machen möchten.“
Daher lohnt es sich, jede Seite vor dem Absenden noch einmal durchzulesen. Wer das ausgefüllte Formular ausdruckt oder Screenshots anfertigt, weiß auch später noch, was er angegeben hat.
Datum: 04/11
Autorin: Julia Heilig
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