Vorstellungsgespräch im Handel - Step 3: Die häufigsten Fragen
Zu den meisten Fragen im Vorstellungsgespräch kann sich der Bewerber in der Vorbereitung überzeugende Antworten überlegen. Auch Stressfragen verunsichern weniger, wenn man sich auf sie vorbereitet.

- Überzeugende Antworten auf die häufigsten Fragen. (Bild: Adam Gregor / Fotolia)
Unternehmensvertreter wollen den Bewerber möglichst gut kennenlernen. Die Personalentscheider stellen deshalb häufig Fragen zu den Gründen für die Berufswahl und zur Motivation für die Bewerbung, zu fachlichen Schwerpunkten und den Erwartungen an die ausgeschriebene Stelle, zur Mobilität und zu den Zukunftsplänen.
Nähe zur Branche
Auf solche Fragen muss der Bewerber vorbereitet sein und sich im Vorfeld bereits Antworten zurechtlegen. Wichtig ist, die Antworten auch mit eigenen Erfahrungen belegen zu können. Es geht also darum, nicht nur bekannte Fakten über das Unternehmen zu nennen oder gar Standardfloskeln anzubringen, sondern Praktika, Nebenjobs oder Studienschwerpunkte zu beschreiben, die das Interesse am Unternehmen und an der Handelsbranche glaubwürdig machen.
Nähe zur Branche beweisen zu können, ist im Handel besonders wichtig. Denn in den meisten Jobs kommt es darauf an, kommunikativ zu sein und die Dinge pragmatisch anpacken zu können. Dies werden die Gesprächspartner auf jeden Fall testen.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, dass man es mit einem Unternehmen und Produkten zu tun haben wird, das im Alltag sehr präsent ist. Die Wahrscheinlichkeit, im privaten Kreis darauf angesprochen zu werden, ist also hoch. Auch deshalb werden die Personaler im Vorstellungsgespräch versuchen herauszufinden, ob der Bewerber sich mit dem Unternehmen identifizieren kann.
Stressfragen
Möglich sind auch sogenannte Stressfragen. Beispiele hierfür sind:
- Was spricht gegen Sie als Bewerber?
- Woher kommen die Lücken im Lebenslauf?
- Was sind Ihre Schwächen?
- Wie lange sind Sie schon auf Jobsuche?
- Wieso sollten wir gerade Sie einstellen?
- Warum haben Sie so lange studiert?
Die Absicht hinter solchen Fragen: Der Kandidat soll ein wenig aus dem Konzept gebracht werden, um zu sehen, wie er in unerwarteten Situationen reagiert. Wichtig ist, weder eine Rechtfertigungsposition einzunehmen noch zum Gegenangriff überzugehen.
Der Bewerber sollte gelassen Antworten geben und diese mit seinen Erfahrungen belegen: zum Beispiel, weshalb er sich für geeignet für die Stelle hält (und dass diese Qualifikationen vermutlich mit den Ausschlag dafür gegeben haben, zum Gespräch eingeladen zu werden) oder wie er Wartezeiten sinnvoll genutzt hat.
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Datum: 12/10
Autor: Heinz Peter Krieger
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