Einstieg im Handel: "Die Kunst, strategisch zu arbeiten"
Mehr über die Autorin: Beate Mini
Beate Mini, Managerin Succession & Recruiting bei IKEA Deutschland, verrät, wie Studenten sich schon während ihres Studiums auf eine spätere Tätigkeit im Handel vorbereiten können.
Wer im Handel arbeitet, hat jeden Tag die Möglichkeit, unmittelbar den Erfolg seiner Arbeit zu sehen und die Instrumente zu verfeinern, um diesen Erfolg zu steuern. Gerade in einer Arbeitsumgebung, in der man früh Entscheidungen treffen, Dinge ausprobieren und Fehler machen darf (um daraus zu lernen), erfährt man täglich unglaublich viel über die Kunst, strategisch zu arbeiten, seinen eigenen Verantwortungsbereich zu managen und als Führungskraft kooperativ Mitarbeiter zu führen und Menschen wirklich zu entwickeln.
Interdisziplinäre Angebote nutzen
Bei der Wahl der Hochschule und der Lehrveranstaltungen sollten Studenten darauf achten, dass interdisziplinäre Veranstaltungen angeboten werden. Lehrkräfte und -inhalte sollten einen Bezug zwischen der Wissenschaftlichkeit und dem praktischen Alltag herstellen können und anregen, über den Tellerrand der reinen Lehre hinauszusehen. Sich über ein bestimmtes Studienfach früh zu spezialisieren, würde ich dagegen nicht empfehlen – das ist eher eine Sache der Praxis.
Jobsuche: "Frühzeitig informieren und bewerben"
Bewerben auf Messen: "Selbstbewusst, aber nicht überheblich"
Bewerbungsunterlagen: "Wenige Worte müssen überzeugen"
Vorstellungsgespräch: "Bleiben Sie freundlich und authentisch"
Einstieg im Handel: "Für den Handel qualifizieren"
Einstieg im Handel: "Die Kunst, strategisch zu arbeiten"
Trainee-Programme im Handel: "Macher mit Spaß an Projekten"
Lebensmittelbranche: "Erfahrung in der Praxis"
Lernen hört niemals auf
Sinnvoll ist, wenn Studenten sich gegen Ende ihres Studiums für einen Bereich entscheiden, in dem sie starten möchten. Das muss aber keine Entscheidung fürs Leben sein. So gibt es in unserem Unternehmen viele Querentwickler, zum Beispiel Personalchefs, die früher in der Logistik gearbeitet haben, oder Business Controller mit Erfahrungen aus dem Verkauf. Dazu kommen im Handel oft internationale Entwicklungspositionen. Wichtig ist, dass man in jeder Position viel leistet und weiß, dass Lernen niemals aufhört.
Datum: 4/09
Über die Autorin
Beate Mini, 41, ist Managerin Succession & Recruiting bei IKEA Deutschland. Sie studierte Kunst-, Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Konstanz.
