Master für den Handel
Immer mehr Handelsunternehmen bilden ihren Führungsnachwuchs in internen Management-Programmen aus. Aber auch ein Master-Studium kann den Weg nach oben ebnen – zur richtigen Zeit und mit den richtigen Inhalten.

- Ein Master treibt die Karriere nach vorne. (Bild: Pixhook/iStock)
Dass der Handel und die Konsumgüterindustrie Absolventen einen schnellen Einstieg in die Praxis ermöglichen – zum Beispiel in den Bereichen Vertrieb, Einkauf oder Produktmanagement – hat sich herumgesprochen. Aber natürlich haben diese Branchen auch Bedarf an High Potentials, die in der Lage sind, eine Management-Position zu übernehmen. Diesen Führungsnachwuchs bilden die Unternehmen häufig selbst aus und vermitteln ihm in firmeninternen Weiterbildungs- und Management-Programmen die nötige Spezialisierung.
Die Alternative: Die Kandidaten eignen sich die gefragten Management-Skills in einem Master-Studium an. Denn wenn es um die Übernahme von Management-Aufgaben geht, reicht das einst branchenübliche Learning by Doing nicht mehr aus.
Karriere vorantreiben
Absolventen haben die Wahl zwischen konsekutiven und nicht konsekutiven Studiengängen. Konsekutive Studiengänge bauen direkt auf einem Bachelor-Studium auf. In einem nicht konsekutiven Master-Studium kann dagegen eine ganz neue Fachrichtung gewählt werden, um bestimmte Qualifikationen zu erwerben, die für den Weg ins Management noch fehlen. Programme, die bei Handelsunternehmen gefragt sind, haben zum Beispiel die Schwerpunkte General Management, Handelsmanagement und Personalführung.
Ein nicht konsekutiver Master-Studiengang kann, anders als die konsekutive Variante, auch nach mehreren Jahren im Job absolviert werden. Diesen Weg empfiehlt Franziska Pankow, Hochschulexpertin beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK): „Der Vorteil einer Phase der Berufserfahrung zwischen Bachelor und Master liegt auf der Hand. Wer vor dem Beginn eines Master-Studiums Praxisluft schnuppert, kann seine Vorlieben und Stärken im Berufsleben testen und dann gezielt durch ein weiterbildendes Studium seine Karriere in die gewünschte Richtung vorantreiben.“
Master on the Job?
Allerdings hat nicht jeder Bachelor-Absolvent die Möglichkeit, ein Master-Studium zu beginnen. Viele Hochschulen bieten nur eine begrenzte Zahl an Studienplätzen – auch ihre eigenen Bachelor-Absolventen müssen sie nicht zwingend aufnehmen. Darüber, wer zugelassen wird, entscheiden Auswahlkriterien wie die Abschlussnote.
Ideal ist natürlich, wenn der Arbeitgeber das Master-Studium unterstützt – zum Beispiel indem er seinen Mitarbeiter für die Weiterbildung zumindest teilweise freistellt. Allerdings mangelt es hierfür noch an Master-Programmen, die berufsbegleitend absolviert werden können.
Ambitionierte Bewerber, die das Glück haben, zwischen mehreren Arbeitgebern wählen zu können, sollten deshalb bereits beim Berufseinstieg darauf achten, welche Weiterbildungsperspektiven die infrage kommenden Unternehmen bieten.
Datum: 4/09
Autor: Heinz Peter Krieger
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