Berufsfeld Elektrische Energietechnik
Ingenieure in der Elektrischen Energietechnik wandeln Primärenergie in elektrische Energie um und verteilen sie an die Verbrauchsorte. Ohne eine sichere, zuverlässige, preiswerte und umweltschonende Energieversorgung geht zukünftig nichts. Da der Energiebedarf weiter steigt, stehen Energietechniker vor der Herausforderung, die weltweite Energieversorgung auf Dauer sicherzustellen.

- Mit der Umwandlung von Energie beschäftigen sich Ingenieure in der Elektrischen Energietechnik.
Daraus ergeben sich Aufgaben wie die Entwicklung neuer Techniken, verbunden mit dem Einsatz rechnergestützter Programmsysteme und neuer Kommunikationstechnologien. Ziel ist die optimale Relation zwischen zentraler und dezentraler Energieversorgung zu möglichst günstigen System- und Betriebskosten.
Liberalisierung zeigt Folgen
Durch die Liberalisierung der Energiemärkte hat sich die Arbeit von Elektroingenieuren verändert: Der Kunde kann frei entscheiden, welchen Lieferanten er wählt. Die Kundenbindung und -betreuung steht deswegen viel mehr im Mittelpunkt. Damit ergeben sich neue Anforderungen in der Unternehmens- und Systemführung. Weitere Neuerungen bringen die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes und die damit verbundene Einrichtung einer Regulierungsbehörde für Elektrizität und Gas. Außerdem werden Informations- und energietechnische Systeme künftig stärker miteinander verflochten sein.
Problem Energiespeicherung
Eine zentrale Frage ist auch die Lösung der Energiespeicherung. Neue Impulse kommen hier aus dem Bereich der Nanotechnologie und den supraleitenden Materialien. Viele Elektroingenieure befassen sich damit, elektrische Energie in mechanische Energie umzuwandeln. Als Energiewandler dienen hier etwa Elektromotoren für Gleich-, Wechsel- oder Drehstrom, Walzwerke und Werkzeugmaschinen, Bahnen, Straßenfahrzeuge, Schiffe und Förderanlagen. Die meisten Arbeitsmaschinen sind mit hochwertigen analog oder digital arbeitenden Steuer- und Regeleinrichtungen ausgestattet – nur so können Betriebsgrößen exakt eingehalten werden. Ingenieure müssen in der Lage sein, ein weitgehend automatisiertes, elektromechanisches System zu konzipieren, weiterzuentwickeln und zu warten.
Regenerative Energiewirtschaft
Die regenerative Energiewirtschaft zeichnet sich durch den Bau und die Entwicklung von Anlagen für erneuerbare Energien (Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie, Solarenergie, Geoenergie) aus. Hier erstreckt sich das Spektrum der Aufgaben vom Anlagenbau (Herstellung von Windkraftanlagen oder Biomassekraftwerken) über die Anlagenwartung (Servicedienstleistungen) bis zur Planung/Projektierung bzw. Beratung.
Typische Aufgaben:
- Sie planen, bauen und betreiben sichere und umweltfreundliche Kraftwerke.
- Sie setzen Mikroprozessoren und Software ein, um Steuerung und Regelung energietechnischer Prozesse so zu gestalten, dass deren Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit verbessert wird.
- Sie konzipieren Energieversorgungsanlagen in Krankenhäusern, Flughäfen oder Fabriken.
- Sie planen Einsätze von elektrischen Antrieben in automatisierten Anlagen.
- Sie entwickeln Geräte der Gebäudesystemtechnik, mit denen Gebäude wirtschaftlich betrieben werden können.
- Sie entwickeln Strategien, um den steigenden Energiebedarf langfristig und umweltschonend zu decken (z.B. Photovoltaik, regenerative Energien).
- Sie beraten Unternehmen und Privathaushalte in allen Fragen der Energieeinsparung.
Datum:09/09
Autorin: Eva Flick
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