Erneuerbare Energien: Job- und Karriereperspektiven
Der Markt für erneuerbare Energien boomt wie kaum ein anderer. Ingenieure, die Branchenwissen mitbringen, können sich über hervorragende Job- und Karriereperspektiven in diesem spannenden Berufsfeld freuen.

- Erneuerbare Energien sind eine Zukunftsbranche. Ingenieure sind gefragt. (Foto: Raven / Fotolia.de)
Energie sparen, so lautet zurzeit die Devise in der deutschen Wirtschaft. Umwelttechnologien erleben seit einigen Jahren einen Boom, der seinesgleichen sucht. Fast 1,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Umweltwirtschaft, errechnete das Bundesumweltministerium. Gesucht werden vor allem Ingenieure. Doch auch Wirtschafts- und Naturwissenschaftler sind im Unternehmen mit Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien gefragt. Und das in allen Bereichen der Energiebranche.
Sichere Zukunft für Energiebranche
Die Zukunft der Energiebranche ist rosig. Angesichts von Klimaerwärmung, Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum kann es sich die Wirtschaft nicht leisten, die Augen zu verschließen. Sie muss auf erneuerbare Energien setzen. Die zentralen grünen Zukunftsmärkte sind Energieeffizienz, nachhaltige Wasserwirtschaft und Mobilität, Energieerzeugung, Rohstoff- und Materialeffizienz sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Das Umweltministerium hat ausgerechnet, dass die grünen Zukunftsmärkte bereits 2005 ein Weltmarktvolumen von 1.000 Milliarden Euro aufwies. Bis 2020 soll sich dieser Betrag im Vergleich zu heute auf 3.100 Milliarden Euro steigern.
Mehr Jobs durch erneuerbare Energien
Bei den Umwelttechnologien ganz vorne mit dabei ist der Bereich der erneuerbaren Energien. "Während die Gesamtwirtschaft in ihrer tiefsten Krise steckt, ist die Branche der erneuerbaren Energien weiterhin ein verlässlicher Jobmotor in Deutschland", so Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE).
Das hat Folgen für den Arbeitsmarkt: In Deutschland – so die Berechnungen des BEE – werden bis zum Jahr 2020 mindestens 500.000 Menschen in dieser Branche arbeiten. Das sind 220.000 mehr als heute. Der Stellenzuwachs ist nach wie vor ungebrochen. Das Arbeitsmarkt-Monitoring des Wissenschaftsladen Bonn ergab einen Anstieg der Stellenanzeigen bundesweit von 2006 auf 2007 von 61 Prozent, ein Jahr später von 45 Prozent und von 2008 auf 2009 immer noch von 26 Prozent. "Der Aufwärtstrend hat sich damit im vierten Jahr in Folge fortgesetzt", sagt Theo Bühler, Arbeitsmarktexperte beim Wissenschaftsladen Bonn.
Angebot der Hochschulen wächst
Doch sämtliches Steigerungspotenzial kann die Branche nur mit qualifizierten Mitarbeitern realisieren. Auf diesen gestiegenen Bedarf haben die Hochschulen reagiert. Allein vom Wintersemester 2007/08 bis zum Wintersemester 2009/10 ist die Zahl der Studiengänge für erneuerbare Energien von 144 auf 251 gestiegen. Das ergibt eine aktuelle Studie des Wissenschaftsladen Bonns. Zählt man auch einzelne Spezial-Vorlesungen dazu, ist das Angebot noch höher.
Spezielles Studienangebot für erneuerbare Energien
"Wer schon früh weiß, dass er später in die Photovoltaik, die Bioenergie oder die Geothermie will, sollte ruhig auch ein speziell ausgerichtetes Studienangebot wählen", rät Bühler. Ansonsten schadet auch in den Umwelttechnologien ein breit angelegtes technisches Studium – am besten in Kombination mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund – mit Sicherheit nicht.
Datum: 1/10
Autorin: Kirsten Gregus




