Konsumgüterindustrie
Die Konsumgüterindustrie muss nicht nur dem Preis- und Kostendruck standhalten, sondern auch aktuellen Trends entsprechen. Da sind Absolventen mit frischen Ideen und Konzepten gefragt.

- Die Konsumgüterindustrie steht unter wachsendem Preis- und Konkurrenzdruck.
Die Konsumgüterindustrie ist hinsichtlich ihrer Produkte sehr heterogen. Die Automobilfirmen gehören ebenso wie die Zigarettenkonzerne und Kosmetikindustrie bis hin zu Produzenten von Uhren und Schmuck zur Konsumgüterindustrie. Der deutsche Markenverband bezieht auch Unternehmen aus den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel und Telekommunikation hinzu. So unterschiedlich ihre Produkte sind, so ähnlich sind ihre Probleme. Denn das Geschäft findet für alle unter engen zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen statt.
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Im Kampf um Marktanteile
Die meisten Märkte der Konsumgüterindustrie sind gesättigt. Die Hersteller versuchen sich gegenseitig zu verdrängen und kämpfen um Marktanteile. Dementsprechend muss die Konsumgüterindustrie nicht nur dem Preis- und Kostendruck standhalten, sondern auch innovationsfähig bleiben. Denn die Innovationsfähigkeit ist die zentrale Antwort auf die Preis- und Konditionenforderung des Handels. Kürzere Lebenszyklen, die Fähigkeit der Discounter Markenprodukte zu kopieren und die Kopien günstig zu etablieren, die schwankende Lage auf den Beschaffungsmärkten sowie das nachhaltige Managen des Geschäftsmodells verlangen Hochleistungen.
Deutscher Markenverband
Dem schon 1903 gegründeten Verband gehören rund 400 Mitglieder an, die für einen Markenumsatz im Konsümgüterbereich von über 300 Milliarden Euro und im Dienstleistungsbereich von rund 200 Milliarden Euro stehen. Die Markenartikelwirtschaft beschäftigt in Deutschland über 1,5 Millionen Mitarbeiter.
Wachstum bedeutet investieren
Um neue Produkte auf den Markt zu bringen und zusätzliche Absatzkanäle zu erschließen, muss in Marketing und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung investiert werden. Vor diesem Hintergrund setzt die Konsumgüterindustrie auf eine Verstärkung der Markenpolitik und einer Verfeinerung ihrer Marketinginstrumente. Da der Aufbau starker Marken meist aufwendiger ist, reduzieren die Markenstrategen ihr Portofolio auf wenige Umsatzträger. Diese Umsatzträger werden dann zu globalen, lifestyle-orientierten Produktlinien ausgebaut.
Auf Kernkompetenzen konzentrieren
Eine wettbewerbsfähige Marktposition zu halten, erscheint bei dem hohen Preisdruck, immer kritischeren Verbrauchern und der Konsolidierung im Handel als große Herausforderung. Dementsprechend konzentrieren sich viele Konsumgüterproduzenten auf ihre Kernkompetenzen und lagern Nebentätigkeiten wie Beschaffung oder Logistik an Dienstleister aus. Um die Prozesse zu optimieren und die Kosten zu reduzieren, werden zunehmend neue Technologien verwendet.
Starkes Wachstum in der Konsumgüterindustrie
Das Wachstum in der Konsumgüterindustrie, besonders der führenden Unternehmen, basiert auf mehreren Faktoren: Markenartikel werden vom Handel bevorzugt, innovative Produkte sorgen für einen nachhaltigen Erfolg beim Verbraucher und strategische Übernahmen und Partnerschaften tragen positiv zum Unternehmenserfolg bei. Nicht zuletzt sorgen auch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen sichtlich für eine verbesserte Profitabilität.
Die Top 10 Unternehmen der Konsumgüterindustrie
| Position | Unternehmen | Heimatland | Umsatz (US$mil) | Profit (US$mil) | Wachstum (%) |
| 1 | Samsung Electronics Co., Ltd. | Süd-Korea | 106,388 | 8,557 | 15,3 |
| 2 | Hewlett-Packard Company | USA | 104,286 | 7,264 | 13,8 |
| 3 | Nestle SA | Schweiz | 89,724 | 9,495 | 9,2 |
| 4 | The Procter & Gamble Company | USA | 83,503 | 12,075 | 9,2 |
| 5 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. | Japan | 79,625 | 2,726 | -0,4 |
| 6 | Altria Group, Inc. | USA | 73,801 | 9,786 | -27,2 |
| 7 | Sony Corporation | Japan | 72,012 | 3,193 | 8,4 |
| 8 | Nokia Corporation | Finland | 69,987 | 9,247 | 24,2 |
| 9 | Toshiba Corporation | Japan | 67,326 | 1,248 | 7,8 |
| 10 | Dell Inc. | USA | 61,133 | 2,947 | 6,5 |
Quelle: Global Powers of the consumer products industry, Deloitte
Datum: 9/09
Frische Ideen und Konzepte gefragt
Die kontinuierliche Suche nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten bestimmt die Situation der Konsumgüterindustrie. Der Wettbewerb im Zeichen der Globalisierung bietet gerade jungen Akademiker gute Perspektiven. Denn, wenn Unternehmen stark unter Druck stehen, sind frische Ideen und Konzepte gefragt. Einsteiger sollten dementsprechend stressresistent, teamorientiert und kreativ sein und neben dem technischen Know-how möglichst viel unternehmerisches Denken mitbringen.
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