Berufsfeld Maschinenbau
Der Maschinen- und Anlagenbau ist immer noch der größte Arbeitgeber für Ingenieure. Auch wenn die Branche zurzeit eine Talsohle durchschreiten muss.

- Die Maschinenbaubranche bietet nach wie vor die meisten Arbeitsplätze für Ingenieure. (Bild: Paul-Georg Meister/pixelio)
Ingenieure der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenbau finden überall dort Einstiegsjobs, wo Maschinen und Anlagen entwickelt, gebaut, betrieben und instand gesetzt werden. Der Maschinen- und Anlagenbau ist dabei nach wie vor der größte Arbeitgeber für Ingenieure. Ob Fahrzeug-, Werkzeugmaschinen- oder Anlagenbau, ob Raumfahrt, Logistik oder Turbinenbau, ob Werkstofftechnik oder Antriebstechnik – die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig.
Kernfach Maschinenbau
Der Maschinenbau ist eines der ingenieurwissenschaftlichen Kernfächer. Im Gegensatz zu Elektroingenieuren arbeiten Ingenieure hier im Allgemeinen mehr anlagen- und weniger systemorientiert. Nachwuchskräfte werden in nahezu allen Bereichen der Forschung, Projektierung, Planung, Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Montage und Inbetriebnahme von Maschinen, technischen Aggregaten und ganzen Produktionsanlagen eingesetzt. Immer häufiger übernehmen Maschinenbauingenieure wegen der weltweiten Märkte auch internationale Vertriebs- und Marketingaufgaben.
Karriere durch Weiterbildung
Ingenieure mit FH-Abschluss können freiberuflich arbeiten, im öffentlichen Dienst einsteigen oder ihre Karriere als Sachverständiger starten. Wer sich weiterbildet, kann als Patentanwalt, -assessor oder in der Umwelt-, Qualitäts- und Sicherheitstechnik arbeiten. Eine integrierte oder zusätzliche Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur vermittelt Maschinenbauingenieuren zusätzliches betriebswirtschaftliches Know-how, dessen Bedeutung vor allem in mittelständischen Unternehmen wächst.
Grundlagen
In der ersten Phase des Maschinenbaustudiums werden allgemeine natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen vermittelt. Danach stehen viele Studienrichtungen und Schwerpunkten zur Auswahl. Während die ersten Semester eher methoden- und verfahrensorientiert sind, gestalten sich die höheren Semester häufig stärker anwendungs- und produktorientiert.
Vielfältige Chancen
Je nachdem, welche Schwerpunkte man in der Ausbildung gesetzt hat, bieten sich dem Maschinenbauingenieur Einsatzmöglichkeiten, die bis in die Verkehrstechnik, das Bergbauwesen, die physikalische Technik, die Hüttenkunde oder den Elektromaschinenbau reichen können. Auch hier sind angesichts der Bedeutung von Informationsverarbeitungsprozessen Kenntnisse der Automatisierungstechnik und Datenverarbeitung notwendig.
Anlagenbau
Maschinenbauingenieure haben allerdings in den meisten Fällen unmittelbar mit den praktischen Problemen des Anlagenbaus und mit der Werkzeugmaschinenherstellung zu tun. Nachwuchskräfte, die sich für Führungsaufgaben qualifizieren wollen, müssen neben sehr guten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch Fähigkeiten des kooperativen Managements mitbringen.
Datum:09/09
Autorin: Eva Flick
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