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Damit Bewerbungen ihr Ziel nicht verfehlen, müssen einige Regeln befolgt werden.
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Teil 2: Die schriftliche Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung muss überzeugen. In kurzer, prägnanter Form soll der Kandidat auf den Punkt bringen, warum er zum Unternehmen passt – und zwar besser als die Konkurrenten.

Personaler schätzen, wenn alle wichtigen Informationen schnell erkennbar und vollständig dargestellt werden. Am wichtigsten sind die fachlichen Fähigkeiten,  an zweiter Stelle folgen die Soft Skills.

Anschreiben und Lebenslauf sind bei jeder Bewerbung individuell zu gestaltet. Bewerber, die sich inhaltlich auf das Unternehmen und die jeweilige Aufgabe beziehen, beweisen ernsthaftes Interesse und eine gute Vorbereitung. Zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen gehören:

  • Individuelles Anschreiben (etwa eine Seite)
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Foto
  • Abitur-/Arbeits-/Lehr-/Praktikantenzeugnisse
  • Diplomzeugnis bzw. Vordiplomzeugnis und Notenspiegel
  • Zertifikate über Zusatzqualifikationen (zum Beispiel Sprach- oder Computerkenntnisse).

Das Anschreiben

Die ersten Sätze des Anschreibens entscheiden, ob sich der Personaler die weiteren Unterlagen überhaupt noch ansieht oder ob er sie direkt auf dem Absagen-Stapel befördert. Wichtig ist, auf maximal einer Seite sein Gegenüber zu überzeugen. Sofern der Adressat namentlich bekannt ist, sollte die Anrede im Adressfeld und in der Briefanrede persönlich erfolgen.

Knapp und sachbezogen muss die Einleitung des Anschreibens sein. Gegebenenfalls kann man sich auf das Stellenangebot oder auf das Gespräch beziehen, das zur Bewerbung geführt hat. Ein interessanter Einstieg ist das A und O, langweilige Floskeln ein Tabu.

Exakt formulieren

Der Bewerber muss das Anschreiben exakt formulieren und seine Fähigkeiten auf den Punkt bringen. Das Unternehmen will aktuell eine Stelle besetzen. Deswegen sind auch die aktuellen Fähigkeiten des Bewerbers interessant - und zwar die Fähigkeiten, die in der Anzeige gefordert werden. Das, was in der Anzeige als erstes genannt wird, ist auch für das Unternehmen am wichtigsten. Kann man hier punkten, sollte man konkret auf diese Anforderungen eingehen.

Ein freundlicher Abschluss verbunden mit dem Wunsch, mehr in einem Vorstellungsgespräch zu berichten, rundet ein gelungenes Anschreiben ab. Die vollständige Unterschrift markiert das Ende der Seite. Als Anlage werden die weiteren Bestandteile der Bewerbung genannt.

Der Lebenslauf

Auf den roten Faden kommt es an. Das Wichtigste: Der Lebenslauf muss genau auf die jeweilige Position ausgerichtet sein. Eine Standard-Version für verschiedene Bewerbungen fällt sofort auf und führt zu einer Absage.

Alle Angaben sollten möglichst immer einen Bezug zur angestrebten Position haben. Hierzu gehören vor allem einschlägige Qualifikationen und Erfahrungen. Manchmal kann es sinnvoll sein, bestimmte Qualifikationen, die nicht zur Position passen, zu verschweigen. Hier steht vorne, wer aus einem großen Vorrat an Kenntnissen und Praxiserfahrungen schöpfen kann. Dann ist es auch kein Problem, einen passgenauen Lebenslauf für die jeweilige Bewerbung zu schneidern. Die einzelnen Zeitabschnitte sind lückenlos aufzuführen, möglichst mit Monatsangaben (zum Beispiel 06/07 bis 12/08). Wichtig ist neben inhaltlichen Gesichtspunkten vor allem ein übersichtliches Design, denn das nimmt der Leser als erstes wahr.

Keine Lügen

Eventuelle Lücken im Lebenslauf mit Schummeleien aufzufüllen, birgt ein Risiko. Gefälschte Dokumente oder falsche Angaben über vermeintliche Qualifikationen sind peinlich und führen zur Kündigung. Wer statt Monatsangaben lediglich Jahreszahlen aufzählt, steht im Verdacht Lücken verschweigen zu wollen. Bewerber sollten aber Kompetenzen betonen, die dem Profil der Stelle entsprechen. Nur muss man auf entsprechende Fragen vorbereitet sein. Wer im Lebenslauf angibt: „Englisch verhandlungssicher“, darf nicht erschrocken sein, das Bewerbungsgespräch streckenweise auf Englisch zu führen.

Der Lebenslauf ist das zentrale Dokument der Bewerbung. Er ist die Basis für ein anschließendes Vorstellungsgespräch. Der Bewerber hat es an dieser Stelle in der Hand, welche Inhalte im Gespräch erörtert werden. Die weiteren Unterlagen müssen chronologisch geordnet – und ggf. nach der Gliederung des Lebenslaufes getrennt werden. Ans Ende des Lebenslaufes gehört die Unterschrift mit Vor- und Zuname, Ort und Datum.

Das Qualifikationsprofil

Das sogenannte dritte Blatt sollte eine Seite nicht überschreiten und ist  sinnvoll, wenn es den Lebenslauf ergänzt, etwa bei besonderen technischen Qualifikationen. Wer schon in mehreren Projekten mitgearbeitet hat, kann eine Projektübersicht anfügen. Das etwa in Form einer Aufzählung, in der man zuerst das Projekt nennt, dann die eigene Rolle darin und schließlich die eingesetzten Kenntnisse und den Zeitraum.

Referenzen und Empfehlungsschreiben

In Deutschland sind Referenzen und Empfehlungsschreiben (noch) selten. Und doch können sie Türen öffnen, die sonst verschlossen blieben. Denn Referenzen und Empfehlungsschreiben kommen von einzelnen Personen und nicht – wie etwa Zeugnisse – von einer Abteilung. Die Meinung einer neutralen Person zählt dank eines beruflichen oder sozialen Status und eben auch dank einer offensichtlichen Neutralität.

Bewerben in vier Schritten

Teil 1: Die Vorbereitung
Teil 2: Die schriftliche Bewerbung
Teil 3: Das Vorstellungsgespräch
Teil 4: Das Assessment Center

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