
- Das gegenseitige Kennenlernen steht beim Vorstellungsgespräch im Mittelpunkt.
Teil 3: Das Vorstellungsgespräch
Die erste Hürde ist geschafft. Das Unternehmen ist von der fachlichen Qualifikation des Bewerbers überzeugt. Im Einstellungsinterview geht es um das gegenseitige Kennenlernen. Der Personaler will herausfinden, ob der Bewerber fachlich und persönlich in das Unternehmen passt. Der Kandidat erhält Informationen zur offenen Position und einen Einblick in die Unternehmenskultur.
Eigener Charakter
Jedes Vorstellungsgespräch ist anders. Standard ist das Erläutern des Lebenslaufs. Er sollte flüssig wiedergegeben werden können und mit den Angaben in der Bewerbungsmappe übereinstimmen. Außerdem sind im Vorstellungsgespräch Fragen üblich, die das Unternehmen, die Branche und Produkte betreffen. Wer während des Gesprächs sein Interesse an Auslandseinsätzen betont, sollte über internationale Aktivitäten des Unternehmens Bescheid wissen.
Floskeln tabu
Während des Interviews sollte man nicht zu viel und nicht zu wenig reden. Beides ist für das Gegenüber anstrengend. Floskeln sind tabu. Es gibt allerdings keine Muster- oder Standardvorstellungsgespräche,
Manchmal werden standardisierte Interviewleitfäden angewandt, meist entwickeln sich die Gespräche jedoch frei nach einem Fragenkatalog. Der Lebenslauf bietet oft die Grundlage des Dialogs.
Weitere Themen sind:
- Bisheriger Werdegang
- Gründe für die Berufswahl
- Motive für die Bewerbung
- Fachliche Schwerpunkte
- Aktivitäten im außeruniversitären Bereich
- Praktische Tätigkeiten
- Einstellung zu Arbeit, Erfolg, Leistung
- Mobilität
- Zwischenmenschliche Beziehungen
- Stärken/Schwächen
- Zukunftspläne, Interesse an Weiterbildung
- Gehaltsvorstellungen.
Beim Gspräch wird der Bewerber gefragt, warum er sich für die Branche interessiert, was er in seinem bisherigen Werdegang getan hat und welche Ziele er für die Zukunft anvisiert. Den Personalchef interessiert auch, was sein Gegenüber von der Position erwartet und was er damit verbindet. Weitere Themen sind die Diplomarbeit, absolvierte Praktika oder das Engagement im außeruniversitären Bereich. Dass man dabei übergangslos plötzlich auf Englisch etwas gefragt wird, ist vor allem bei international aktiven Unternehmen üblich.
Möglich sind auch Stressfragen. Zum Beispiel:
- Was spricht gegen Sie als Bewerber?
- Woher kommen die Lücken in Ihrem Lebenslauf?
- Was sind ihre Schwächen?
- Wie lange sind Sie schon auf Jobsuche?
- Wieso sollten wir gerade Sie einstellen?
Es gibt noch wesentlich mehr unangenehme Fragen. Sie haben alle eins gemeinsam: Der Kandidat soll ein wenig aus dem Konzept gebracht werden. Doch darauf kann er sich vorbereiten. Am besten man trainiert zu Hause ein paar passende Antworten. Umso besser die Vorbereitung, desto geringer der Stresspegel.
Bewerben in vier Schritten
Teil 1: Die Vorbereitung
Teil 2: Die schriftliche Bewerbung
Teil 3: Das Vorstellungsgespräch
Teil 4: Das Assessment Center
Weitere Links zum Thema
Durch Networking zum Job
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Checkliste: Soft Skills im Assessment Center
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