Materialwirtschaft/Einkauf

Produktions- und Dienstleistungsstätten benötigen Rohstoffe. Für die Beschaffung dieser Materialien sind Ingenieure im Einkauf zuständig. Die Kombination aus betriebswirtschaftlichen und technischen Aufgaben ist dabei der besondere Reiz.
In der Materialwirtschaft kümmern sich Ingenieure aller Fachrichtungen um den Einkauf von Rohstoffen, Dienstleistungen und Verfahren. Sie stellen sicher, dass die Lieferanten ihre Termine, Preise und Qualität einhalten. Die Kostenanalyse ist die Basis für die Entscheidung, ob bestimmte Leistungen im Unternehmen selbst erstellt oder zugekauft werden. Zu den Aufgaben eines Einkäufers zählt auch, den Absatz eines Endprodukts zu kalkulieren und die benötigte Rohstoffmenge zu ermitteln.
Der Einkäufer holt Angebote ein und übernimmt die Vertragsverhandlungen mit Zulieferern. Parallel müssen bestehende Beschaffungswege analysiert und effizientere Alternativen entworfen werden. Um möglichst günstige Materialien zu beschaffen, müssen sich Materialwirtschaftler international ausrichten. Für Verhandlungen mit ausländischen Lieferanten sind neben englischen Sprachkenntnissen zunehmend weitere Fremdsprachen von Vorteil.
Einkäufer operieren eng mit den Abteilungen Entwicklung und Konstruktion zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit der Logistik, der Arbeitsvorbereitung, Fertigung und Qualitätssicherung koordinieren sie. Einsteiger in der Materialwirtschaft können als Projektierungs- oder Vertriebsingenieur starten. Gute Chancen für den Direkteinstieg haben Absolventen mit wirtschaftswissenschaftlichem Know-how.
Weitere Anforderungen:
- technische Kenntnisse über die Produktpalette und geplante Innovationen des Unternehmens
- weltweite Mobilität
- strategisches Denken
Datum: 04/11




