Tourismus: Datenbanken verknüpfen
Hotels, Beförderungsunternehmen und Event-Anbieter verwalten Touristikangebote. Unter dem Schlagwort "Travel Technology" erleichtert IT ihnen die Reiseplanung, -buchung und -abwicklung.
Damit Anbieter ihre Leistungen über ein Frontend in Reservierungssystemen und Kalkulationen verwalten können, erstellen Informatiker entsprechende Programme. Der Trend geht von Pauschalreisen hin zu persönlich abgestimmtem Urlaub. Ob flexible Reisedaten oder freie Flughafenwahl, Unterkunft, Verpflegungsart, Mietfahrzeg, Zusatzveranstaltungen, Versicherungen oder Sitzplatzreservierungen: Jede Leistung muss individuell buchbar sein.
Datenpools vernetzen
Um ihren Kunden diesen umfassenden Urlaub zusammenstellen zu können, greifen Reiseanbieter auf alle Datenbanken der Anbieter zurück. Die Aufgabe der Reisebüro-Software und von Online-Buchungsprogrammen ist es daher, alle diese Datenpools miteinander zu verknüpfen.
Dazu entwickeln Informatiker Gateways zwischen den einzelnen Datenbanken und dem Buchungsfenster. Sie verbinden unterschiedliche Schnittstellendefinitionen, ohne bestehende Systeme aufwendig anpassen zu müssen.
Während eines Buchungsvorgangs sammeln die Touristikprogramme alle Informationen der gewählten Leistungen im Sitzungsspeicher des Programms, werten die Eingaben aus, berechnen die Kosten mit einem hinterlegten Kalkulationsmodell und leiten das Gesamtangebot an den Kunden weiter oder legen es im Warenkorb ab.
Online-Angebote entwicklen
Online-Reiseanbieter stehen vor weiteren Herausforderungen. Hier reicht es nicht, ein funktionierendes Buchungssystem zu betreiben. Nur mit einer selbsterklärenden und ansprechenden Website können Kunden hier eigenständig ihren Urlaub zusammenstellen. Wer seinen Kunden nicht nur die Buchung erleichtern möchte, sondern auch mögliche Sehschwächen berücksichtigt, bezieht Aspekte des barrierefreien Internets in die Seitendarstellung ein.
Programmiersprachen beherrschen
Die Entwicklungen im Tourismus sind zunehmend IT-getrieben. Informatiker sind daher in der Branche gefragt. Entscheidend sind Erfahrungen im Umgang mit Relationalen Datenbanken und der Datenbanksprache SQL. Informatiker sollten Datenbank-Skripte erstellen können und PHP sowie Java beherrschen. Dazu zählt auch Erfahrung im Umgang mit Java-relevanten Tools wie CruiseControl, Tomcat oder JUnit.
Speziell für Online-Angebote müssen Informatiker neben den gängigen Sprachen wie HTML, XML und XSLT mit Content-Management-Systemen (CMS) wie Typo3 umgehen können.
Autor: Claudia Feuerer
Datum: 12/09

