Perfekte Bewerbungsunterlagen – Step 1: Das Anschreiben
Personaler wollen nicht nur etwas über die Fachkenntnisse erfahren. Selbst der begabteste IT-Spezialist muss auch etwas von seiner Persönlichkeit zeigen. Die erste Gelegenheit dazu hat er im Anschreiben.

- Das Anschreiben soll den Bewerber für den Arbeitgeber interessant machen. (Bild: Nina Hoff/Fotolia)
Informatiker sind gefragte Spezialisten. Unternehmen wollen ihren Bewerbungen entnehmen, was sie können. Das wissen die meisten Bewerber – und füllen nicht nur den Lebenslauf, sondern auch das Bewerbungsschreiben mit einer Aufzählung ihrer Fachkompetenzen und bisherigen Projekte.
Personaler lässt eine solche Bewerbung leicht ratlos zurück. Denn sie möchten auch etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers erfahren und suchen nach Anknüpfungspunkten für das Vorstellungsgespräch mit ihrem zukünftigen Datenbank-Ass.
Keine Floskeln im Anschreiben
Korrekte Ansprechpartner, Anrede und Rechtschreibung sind Pflicht. Das Anschreiben soll den Bewerber aber auch für den Arbeitgeber interessant machen – also muss er die Bewerbung individuell auf das Unternehmen zuschneiden. Standardfloskeln und Massensendungen sind tabu, erfahrene Personaler erkennen sie nämlich sofort.
Ein kleines Büro für Software-Entwicklung hat andere Anforderungen als die IT-Abteilung einer Bank, ein Web-Dienstleister spricht eine andere Sprache als ein Handelsunternehmen. Also muss auch die Selbstdarstellung in der Bewerbung anders ausfallen. Über die Kultur und Mitarbeiter in einem Unternehmen kann der Bewerber sich meistens im Internet informieren.
Zwei Dinge müssen aus dem Anschreiben auf jeden Fall hervorgehen: die Motivation, sich für die Stelle zu bewerben, und die wichtigsten Qualifikationen, die der Bewerber dafür mitbringt. Ob das die Begeisterung für den allerletzten Code im Programm sein soll oder doch eher betriebwirtschaftliches Verständnis, sagt das Stellenangebot. Die geforderten Kompetenzen müssen aber in jedem Fall belegt werden. Die Feststellung: „Ich bin teamfähig“, überzeugt Personaler ebenso wenig wie die lapidare Behauptung: „Ich denke wirtschaftlich.“ Über praktische Erfahrungen, aus denen solche Fähigkeiten hervorgehen, liest dagegen jeder Arbeitgeber gerne etwas.
Online oder Post?
Ob eine klassische Bewerbungsmappe oder eine Online-Bewerbung die passende Variante ist, sollte man dem Unternehmen überlassen. Es wird in der Stellenausschreibung oder auf seinen Karriereseiten im Internet sagen, was es bevorzugt. Wichtig ist, online dieselben Standards in punkto Stil und Rechtschreibung einzuhalten wie bei einer Printbewerbung. Viele Personaler ärgern sich immer noch über Nachlässigkeiten, zu denen das Internet manchen Bewerber verleitet.
Datum: 09/10
Autor: Heinz Peter Krieger
Weiterlesen: Expertentipp - Wie sollte das Anschreiben aussehen?
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