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Vorstellungsgespräch: Der 3-Minuten-Monolog

Kein Vorstellungsgespräch ohne Selbstpräsentation. Die Frage nach der eigenen Persönlichkeit ist ideal, um eigene Stärken und Vorteile herauszustellen.

Beim 3-Minuten-Monolog können sich Bewerber in Szene setzen. (Bild: Robert Kneschke/Fotolia)
Beim 3-Minuten-Monolog können sich Bewerber in Szene setzen. (Bild: Robert Kneschke/Fotolia)

Nicht selten hören Informatiker im Vorstellungsgespräch die Aufforderung: „Erzählen Sie ein bisschen über sich.“ Das ist die Gelegenheit, sich innerhalb von drei bis fünf Minuten selbst zu präsentieren. Nicht viel kürzer und auch nicht länger. Stellt sich der Kandidat innerhalb nur einer Minute vor, beweist er mangelnde Kommunikationsfähigkeit oder weckt den Eindruck, dass es nicht viel zu erzählen gibt. Wer dagegen zu viel redet, signalisiert, dass er das Wichtigste nicht herausarbeiten kann.

Entscheidende Schwerpunkte

„Die Selbstdarstellung sollte den eigenen Werdegang möglichst kurz und einfach wiedergeben“, rät Karriereberaterin Angelika Gulder. Um nicht zu lange zu reden, ist es sinnvoll, die Schwerpunkte im Lebenslauf zusammenzufassen und mit einer offenen Frage zu enden. Die Karriereberaterin schlägt vor: „Sagen sie etwa: ‚Gerne erzähle ich Ihnen noch mehr. Möchten Sie, dass ich auf einen Punkt noch einmal besonders eingehe?“
Wo die entscheidenden Schwerpunkte liegen, hängt davon ab, was für den Unternehmensvertreter interessant ist. Je nach Gesprächspartner und Interessenlage sollte die Antwort ausfallen. „Findet das Gespräch mit dem künftigen Vorgesetzten statt, kann der Informatiker stark auf sein Fachwissen eingehen“, empfiehlt Gulder. „Ist das Gegenüber ein Personaler, der eher darauf achtet, ob die Persönlichkeit in das Unternehmen passt, müssen Präsentationsstärke, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist unter Beweis gestellt werden.“ Bewerber sollten sich deshalb schon vorher informieren, wem sie gegenübersitzen werden – und sich entsprechend vorbereiten.

Stärken einbinden

In der Selbstpräsentation muss der Bewerber die Aspekte in den Vordergrund stellen, die für die angestrebte Position entscheidend sind. Das kann ein Studienschwerpunkt, ein Auslandsaufenthalt, Praxiserfahrung oder auch die Trainertätigkeit im Sportverein sein.
Negative Aussagen über die Vergangenheit oder eine frühere Arbeitsstelle haben in der Antwort nichts zu suchen. Es kann aber sein, dass der Personalentscheider sich anschließend über Lücken im Lebenslauf oder andere unangenehme Aspekte, etwa eine schlechte Note, erkundigt. Daher ist es sinnvoll, sich auch auf solche Rückfragen vorzubereiten. Ideal ist dabei eine Antwort, die die Angelegenheit mit einer zielorientierten Ausrichtung begründet.

Persönlichkeit zeigen

Auch wenn es nicht explizit gefragt ist, sollten persönliche Stärken und Vorteile auf jeden Fall unauffällig eingebunden und erwähnt werden. Die Persönlichkeit spielt eine wichtige Rolle. Denn Fachwissen alleine reicht nicht. Speziell für Positionen mit Kundenkontakt müssen Informatiker auch Überzeugungskraft, Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit mitbringen.
Auf Rückfragen nach den persönlichen Stärken, Schwächen und Zielen sollten IT-Nachwuchskräfte darum auf jeden Fall vorbereitet sein. Denn bei der Selbstpräsentation geht es auch darum, wie ein Kandidat sich selbst einschätzt und ob er überhaupt in das Unternehmen passt.

Gut vorbereiten

Die Frage nach der eigenen Person kommt im Vorstellungsgespräch mit Sicherheit. Darum sollten sich Bewerber gut darauf vorbereiten. Es ist nützlich, zu Hause eine Selbstpräsentation auszuarbeiten und die Eckdaten auswendig zu lernen. Daraus darf aber kein monotoner Vortrag werden. Um den Drei-Minuten-Monolog frei und flüssig vorzutragen, sollten Bewerber eine kurze Selbstpräsentation vor Freunden üben. „Laut aussprechen ist etwas ganz anderes, als einfach abzulesen“, erklärt Gulder. So gewappnet können Bewerber den Arbeitgeber auch von persönlichen Qualitäten überzeugen.

Autor: Claudia Feuerer
Datum: 05/10

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