IT-Sicherheitsexperte: Gesunde Paranoia
Je vernetzter die Gesellschaft, desto wichtiger wird das Thema IT-Sicherheit. Wer Systeme und Netzwerke schützen möchte, braucht eine gewisse Portion Erfahrung und muss auch scheinbar Vertrautes hinterfragen.

- IT-Sicherheit: eine gesunde Paranoia entwickeln (Bild: iStockphoto/Julien Tromeur)
Viren, Würmer, Trojaner und entsprechende Schutzsoftware wie Firewalls und Virenscanner: Sie kennt fast jeder. Zumindest fast jeder PC-Nutzer. Heute gehen die Aufgaben der IT-Sicherheit aber weit darüber hinaus. Ein aktuelles und sensitives Thema ist der Einsatz von Chipkarten – die Frage also, wie man mit dem neuen Personalausweis sichere Online-Geschäfte abwickelt oder Behördengänge ohne Risiko über das Internet erledigen kann. Mit ihren vielen Möglichkeiten steht die IT-Sicherheit erst am Anfang.
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Geschäftsprozesse schützen
IT-Sicherheit wird in unserer zunehmend vernetzten Gesellschaft immer wichtiger. In gleichem Maße steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Security-Spezialisten. Die meisten IT-Sicherheitsexperten schützen Geschäftsprozesse oder sorgen dafür, dass Nutzer- und Kundendaten nicht in falsche Hände kommen.
Die prominentesten Beispiele sind die Verwaltung von Kunden- und Verbindungsdaten der Telekommunikationsunternehmen, Online-Banking und die Benutzung elektronischer Bezahlsysteme. Die Arbeit der Experten wird öffentlich aber meist nur wahrgenommen, wenn etwas schiefgegangen ist, etwa wenn Kreditkartennummern in falsche Hände gekommen sind.
Die Facebook-Gesellschaft
Die Öffentlichkeit behandelt das Thema IT-Sicherheit insgesamt sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht von aufmerksamen Teilen der Bevölkerung, die sich ihrer informationellen Freiheitsrechte bewusst sind, bis hin zu Menschen, die den Nutzen von IT-Sicherheit in der heutigen, fahrlässigen „Facebook-Gesellschaft“ generell infrage stellen.
Trotzdem betrifft die IT-Sicherheit uns alle und alle Bereiche. Welcher Schaden prinzipiell auftreten kann, ist schwer vorhersagbar. Alles ist möglich, bis hin zur Bedrohung des Fortbestands der Bundesrepublik Deutschland – etwa durch Wahlfälschungen oder auch nur, weil Bürger Wahlergebnissen nicht mehr trauen, die durch elektronische Wahlverfahren ermittelt wurden.
Erfahrung des IT-Sicherheitsexperten
Die Strategien, Sicherheitslücken zu schließen, reichen vom Einsatz möglichst aktueller Software bis hin zur vollständigen Neuentwicklung von Anwendungen. Hierbei wird mit besonderer Gründlichkeit und mit mathematischen Methoden gearbeitet. Eigentlich sollten Sicherheitslücken gleich vermieden und nicht erst hinterher geschlossen werden. Das ist aber leider nur bei einer völligen Neuentwicklung denkbar.
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Das Wichtigste aber ist die Erfahrung des Sicherheitsexperten. Er sollte viele Fallbeispiele kennen und erahnen können, wo Risiken auftreten. Scherzhaft wird die richtige professionelle Einstellung zur IT-Sicherheit auch Paranoia genannt. Natürlich muss ein IT-Sicherheitsexperte nicht wirklich paranoid sein – aber man muss sich angewöhnen, selbst scheinbar Vertrautes infrage zu stellen. Weiterlesen: Wann Informatiker sich zum IT-Sicherheitsexperten spezialisieren sollten
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