IT-Fachwissen beweisen: IT-Zertifikate
Über Fachwissen sprechen - das kann jeder. Besser, wenn IT-Zertifikate die IT-Qualitäten belegen.

- (Bild: Large/iStock)
In Stellenanzeigen lesen IT-Absolventen oft Einstellungsvorrausetzungen wie: „MCSE/MCSA oder äquivalente Zertifikate“, „IPMA Zertifikat von Vorteil“ oder „mindestens eine der folgenden Zertifizierungen: MCSA, MCSE, ITIL Foundation Zertifikat oder VCP“. Egal ob sie sich für eine Karriere in der Administration, Beratung, Forschung oder Entwicklung entscheiden, Job-Ausschreibungen für IT-ler verlangen immer wieder Zertifikate.
Fachwissen dokumentieren
In den 1990er Jahren fehlte es an qualifizierenden Ausbildungsmöglichkeiten für IT-Spezialisten. Daher führten die großen Software-Unternehmen international vergleichbare IT-Zertifikate ein, die bis heute oft Einstellungskriterium sind. Mit einem Zertifikat können Bewerber ihre aktuellen Kenntnisse über eine bestimmte Software, ein spezielles Verfahren oder aktuelle Entwicklungen im Service-Management oder der IT-Sicherheit belegen. Die meisten großen IT-Firmen bieten Zertifikate an, die das Fachwissen über ihre Software dokumentieren. Viele Anbieter informieren auf ihren Internetseiten ausführlich über die Zertifikate, die es zu ihrer Software gibt.
Immer aktuell
Diese Zertifikate können IT-ler in autorisierten Prüfungszentren erwerben. Nachdem sie dort mehrere Multiple-Choice-Tests bestanden haben, erhalten sie ihr Zertifikat. Das ist allerdings meist zeitlich nur begrenzt gültig und muss nach zwei Jahren aktualisiert werden.
Für die Vorbereitung auf die Prüfung können IT-ler professionelle Schulungszentren besuchen, die sich für ihre Programme gut bezahlen lassen. Ein Zertifikat kann mit Vorbereitung und Prüfungsgebühr mehrere 10 000 Euro kosten. Mittlerweile bieten aber auch einige Hochschulen Lehrveranstaltungen an, bei denen Studenten IT-Zertifikate erwerben können. Einschlägige Prüfungs- und Übungshandbücher gibt es im Handel, so dass sich jeder auf eigene Faust auf die Prüfungen vorbereiten kann. IT-Experten, die schon fest in ihrem Job arbeiten, bekommen Lehrgänge und Prüfungen häufig von ihren Arbeitgebern gesponsert. Schließlich benötigen die Unternehmen Fachkräfte, die mit der aktuellen Technik vertraut sind und ständig auf dem Laufenden bleiben.
Datum: 10/09
Autor: Simone Derichsweiler
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