Hochschulmessen: Akquise der besonderen Art
Hochschulmessen bieten viel. Viele Informationen, viele Eindrücke und mitunter auch viel Stress. Gutes Zeitmanagement ist daher besonders wichtig.

- Ein gutes Zeitmanagement gehört zum Besuch einer Hochschulmesse. (Bild: Aldo-Murillo/iStock)
Der Arbeitsmarkt für Juristen sah schon einmal rosiger aus. Rund 9.000 Jura-Studenten verlassen Jahr für Jahr die Universitäten. Sie alle sind auf der Suche nach einem Job. Auch die Kanzleien sind auf der Suche. Sie wollen Anwälte, die zu ihnen passen. Eine feste Größe jedes Personalmarketings sind Hochschulmessen. Egal ob Juracon, Jurstart oder kleinere lokale Veranstaltungen, Studenten und Referendare erhalten auf den Hochschulmessen wertvolle Einblicke.
Gutes Zeitmanamgement ist wichtig auf Hochschulmessen
Doch Erfolg versprechen diese Einblicke nur dann, wenn die Vorbereitung stimmt. „Dazu gehört ein gutes Zeitmanagement“, sagt Carmen Schön, Erfolgscoach für Juristen. Die Rechnung ist einfach: Wenn die Messe einen Tag dauert, man morgens an- und abends wieder abreist und pro Gespräch eine Stunde veranschlagt, sind mehr als vier Gespräche an einem Tag nicht zu schaffen.
Sie empfiehlt eine ausreichend große Lücke zwischen zwei Gesprächen. Zum einen als Ruhepause und zum anderen, um längere Interviews nicht abbrechen zu müssen. „Stellen Sie sich vor, Sie sitzen bei einem interessanten Arbeitgeber und müssen sich verabschieden, weil Sie woanders einen Termin haben“, gibt sie zu bedenken. „Das ist peinlich und am Ende auch wenig effektiv.“
Deswegen ist es entscheidend, schon im Vorfeld die vertretenen Kanzleien gründlich unter die Lupe zu nehmen. „Erstellen Sie eine Liste nach dem Schema A, B und C“, rät Carmen Schön. Die A-Arbeitgeber sind die Favoriten, B ist ebenfalls nicht schlecht und C nicht die optimale Wahl. Auf einem Messetag sollten dann möglichst nur die A-Kandidaten besucht werden.
Accessoires
Für den Auftritt muss das Outfit passen. „Denn letztlich ist das Ganze ein Akquise-Veranstaltung, in der ich Kunden suche“, so Schön. Der Bewerber will sich selbst verkaufen, um einen Arbeitgeber zu finden. Da muss der Auftritt stimmen. Seriös, nicht zu viel und nicht zu wenig. Nach Meinung der Trainerin sollte auch Wert gelegt werden auf die richtigen Accessoires, also die Uhr, den Füller, Visitenkarten und eine gepflegte Tasche.
Und was ist mit Bewerbungsunterlagen? „Es kann nicht schaden, wenn man zumindest einen Kurzlebenslauf dabei hat, um ihn bei interessierten Kanzleien abzugeben“, rät Hubert Beykirch, Head of HR Deutschland bei Linklaters LLP. „Falls Bewerber schon konkret Interesse an einem Praktikum, an einer Tätigkeit als Referendar oder wissenschaftlicher Mitarbeiter haben, sollten sie ihre Bewerbungsunterlagen direkt schon zum Gespräch am Stand mitbringen.“Weiterlesen: Was ist bei Gesprächen im Vorfeld besonders zu beachten?
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