LL.M - Bewerbung
Egal, ob online oder schriftlich - bei der Bewerbung um einen LL.M.-Studienplatz kommt es darauf an, sich von der Masse abzusetzen.

- Die Bewerbung für ein LL.M.-Studium beginnt mit einer guten Vorbereitung. (Bild: bilderbox / Fotolia)
Eine erfolgreiche Bewerbung für ein LL.M.-Studium beginnt mit einer guten Vorbereitung. Fangen Sie rund ein Jahr vor dem gewünschten Studienbeginn damit an, sich in Ruhe über verschiedene Programme zu informieren und das wirklich geeignete herauszufiltern. Sie werden ein bis zwei Jahre Ihres Lebens und oft auch eine Menge Geld investieren. Es lohnt sich also, sorgfältig auszuwählen. Je nach Spezialisierungsgrad wird die Anzahl der in Frage kommenden Angebote variieren. Lesen Sie sich die Bewerbungsvoraussetzungen genau durch und fragen Sie sich kritisch, ob Sie sie auch wirklich erfüllen. Im Zweifel gibt es mehr Bewerber als Studienplätze, sodass Ihre Eignung ausschlaggebend sein wird. Wenn Sie sich frisch examiniert für einen weiterbildenden Studiengang bewerben, für den Berufserfahrung erforderlich ist, werden Sie auch als Jahrgangsbester aus formellen Gründen abgelehnt werden.
Bei der Online-Bewerbung sind Bewerber stark eingeschränkt
Sofern die Universität die Möglichkeit der Onlinebewerbung anbietet und gar um deren Nutzung bittet, sollten Sie dieser Bitte unbedingt nachkommen, da Sie den Mitarbeitern durch die Übermittlung standardisierter Daten viel Arbeit ersparen. Sie sind jedoch dann in der Gestaltung Ihrer Bewerbung recht eingeschränkt. Hier bietet die Bewerbung per Post natürlich größere Spielräume. Mancher Bewerber fühlt sich aber auch dazu verführt, zahlreiche Unterlagen beizubringen, die völlig irrelevant für die Sache sind. Solche zusätzlichen Papierberge werden Ihnen in der Zulassungsstelle keine großen Sympathien einbringen. Wenn Sie gescannte Unterlagen versenden, achten Sie bitte darauf, dass die Auflösung hoch genug ist, damit Ausdrucke noch lesbar sind, aber gering genug, dass der Umfang der Datei nicht zu groß wird. Viele Universitäten machen diesbezüglich genaue Angaben.
Keine Massenbewerbung versenden
Doch egal, ob schriftlich oder online: Bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen sollten Sie sich strikt an die Vorgaben der Hochschule halten. In der Regel werden gefordert: Lebenslauf, Universitätszeugnisse, ggf. Nachweis von Berufserfahrung und Sprachkenntnissen (vor allem, wenn das Programm ganz oder teilweise in Fremdsprachen unterrichtet wird) sowie Motivations- und Empfehlungsschreiben von Dozenten oder Arbeitgebern. Das Motivationsschreiben ist eine zentrale Komponente der Bewerbung. Daher gilt: Konzentrieren Sie sich auf relevante Aussagen. Ähnlich wie auf dem Arbeitsmarkt fällt eine allgemeine Massenbewerbung sofort (unangenehm) auf. Sie sollten auf jeden Fall begründen können, warum Sie unbedingt dieses Programm absolvieren möchten. Ein richtig gutes Motivationsschreiben, idealerweise kombiniert mit relevanter Berufserfahrung, kann im Zweifelsfall auch weniger gute Noten wettmachen.
Bei Bewerberflut müssen Universitäten eine Vorauswahl treffen
Worauf in den einzelnen Studiengänge Wert gelegt wird, hängt häufig von verschiedenen Faktoren, wie Bewerberzahlen, Spezialisierungsgrad oder dem Wunsch nach Diversität, ab. Bei einer regelrechten Bewerberflut wird die Universität jedoch schlicht aus Kapazitätsgründen gezwungen sein, eine Vorauswahl – etwa auf Basis der Examensnote – zu treffen. Da hilft leider auch das beste Motivationsschreiben nicht. Ihre Bewerbung war erfolgreich? Glückwunsch! Dann stellen Sie sich auf ein intensives und arbeitsreiches Jahr ein.
Autorin:
Julia Pracht, MA, Jahrgang 1976, ist als Administrative Director am Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC) tätig. Sie studierte Amerikanistik in München.
Das könnte Sie auch interessieren:
Jobs & Arbeitgeber
Finden Sie hier Jobs und Arbeitgeber für Juristen und Absolventen rechtswissenschaftlicher Studiengänge:







