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Bewerbungsunterlagen: Fehlerfrei zum Traumjob

Der erste Schritt einer erfolgreichen Bewerbung sind fehlerfreie, aussagekräftige und vollständige Bewerbungsunterlagen. Dazu gehören das Anschreiben, der Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse und Zertifikate über Zusatzqualifikationen.

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Die schriftliche Bewerbung ist von zentraler Bedeutung, um das Interesse eines Arbeitgebers zu wecken. Der Bewerber muss das Unternehmen in kurzer, prägnanter Form davon überzeugen, dass er zur offenen Stelle und zum Unternehmen passt – und zwar besser als die Mitbewerber.

Telefonische Kontaktaufnahme

Bevor Bewerber sich jedoch an den Schreibtisch setzen, um eine Bewerbungsmappe zusammenzustellen, kann es empfehlenswert sein,  das Unternehmen telefonisch zu kontaktieren. Dadurch wirkt ein Bewerber kommunikativ, engagiert und motiviert – egal, ob er sich über das Unternehmen informieren möchte oder sich vor einer Initiativbewerbung erkundigt.

Bewerbung individuell gestalten

Der potenzielle Arbeitgeber muss Informationen schnell erkennen können, selbstverständlich muss der Bewerber sie auch vollständig dargestellen. Die Kunst liegt darin, Anschreiben und Lebenslauf bei jeder Bewerbung individuell zu gestalten. Wer inhaltlich keinen Bezug zum Unternehmen und zur Position herstellt, signalisiert, dass er nicht wirklich interessiert ist oder sich nicht richtig vorbereitet hat.

Zu einer vollständigen Bewerbung gehören: das individuelle Anschreiben, der tabellarischer Lebenslauf, Arbeits- und Praktikantenzeugnisse, Abschlusszeugnis bzw. Notenspiegel, Abiturzeugnis und Zertifikate über Zusatzqualifikationen, die man etwa als freier Finanz- oder Versicherungsmakler erworben hat. Auch besondere Sprach- und spezielle EDV-Kenntnisse sind hier wichtig.

Werbung für die eigene Person

Das Anschreiben ist Werbung für die eigene Person. Überzeugt ein Bewerber hier nicht, werfen Personaler meist kaum noch ein Blick auf Lebenslauf und Zeugnisse. Das Anschreiben sollte alle Gründe dafür liefern, warum der Bewerber für die jeweilige Position geeignet ist. Der Grund für das besondere Interesse an der Einstiegsposition, die wichtigsten Qualifikationen und der Zusatznutzen für das Unternehmen müssen aus dem Anschreiben hervorgehen, denn hier gibt es ja keine Möglichkeit für "Kleingedrucktes".

Wichtig ist auch der tabellarische Lebenslauf, der vollständig und übersichtlich sein muss. Er soll dem Leser alle wichtigen Informationen über Lebens-, Studien- und Berufsweg vermitteln. Heute ist eine übliche Form des Lebenslaufs, den Werdegang gegenchronologisch aufzubauen, also mit der aktuellen Tätigkeit anzufangen. Die Zeitabschnitte sind lückenlos aufzuführen, möglichst auch mit Monatsangaben. Außerdem muss der Lebenslauf eine konsequente Ausrichtung auf die jeweilige Position erkennen lassen.

Nach Anschreiben und tabellarischem Lebenslauf ordnen Bewerber die weiteren Unterlagen chronologisch. Die aktuellsten Unterlagen liegen oben. Bei Absolventen ist das Abschlusszeugnis das zentrale Dokument. Ist es zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht ausgestellt, müssen sie den letzten (Zwischen-)Abschluss und ein aktueller Notenspiegel beilegen.

Konkreten Ansprechpartner nennen

Falls eine Bewerbung per E-Mail erwünscht ist, müssen Bewerber ebenfalls Formalitäten beachten: Das Anschreiben sollte an einen konkreten Ansprechpartner gerichtet sein, Sammeladressen (z.B. info@xyz.de) sind zu vermeiden, da die Bewerbung dadurch oft "verloren" geht. Die Betreffzeile weist eindeutig auf eine Bewerbung und die gewünschte Position hin. Die eigene E-Mail-Adresse soll aussagekräftig und seriös sein (Vorname, Name und nicht etwa superman@abc.de). Für das Versenden der Unterlagen eignen sich Word und PDF. Der Anhang sollte genauso geordnet werden wie in der klassischen Bewerbungsmappe.

Vor dem Abschicken: "Testversand"

Auch bei E-Mail Bewerbungen gilt: Höflichkeit, Rechtschreibung und korrekte Anrede ist ein Muss. Personalchefs beklagen sich oft über die Schlampigkeit von Mail-Bewerbungen. Bewerber sollten den üblichen E-Mail-Jargon vermeiden . Wie in einem klassischen Anschreiben sollten sie betonen, warum sie sich bei diesem Unternehmen auf diese Position bewerben.

Bevor Bewerber das gesamte Dokument abschicken, sollten sie das gesamte Dokument ausdrucken und noch einmal Korrektur lesen . Ein "Testversand" an gute Bekannte ist außerdem sinnvoll. So kann überprüft werden, ob die Bewerbung so beim Empfänger ankommt, wie es vorgesehen ist. Denn auch die Online-Bewerbung muss professionell und fehlerfrei sein, wenn sie zum Traumjob führen soll.

Datum: aktualisiert 4/12
Autor: Thomas Friedenberger

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