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Versicherungsmathematiker: Beharrlich bleiben

Was machen eigentlich Versicherungsmathematiker? Auf jeden Fall sind die Aufgaben in der Versicherungsmathematik „alles außer trocken“ – sagt Michael Leitschkis.

Die Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen spielt eine grundlegende Rolle. (Bild: Diane Diederich / istock)
Die Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen spielt eine grundlegende Rolle. (Bild: Diane Diederich / istock)

Die Aufgaben, die einen Versicherungsmathematiker erwarten, sind sehr vielfältig. Sie reichen von der Produktentwicklung einschließlich kapitalmarktnaher Produkte wie Variable Annuities oder dynamischer Hybride, über die Bewertung von Unternehmensrisiken und stochastischer Modellierung, wie zum Beispiel der Unternehmenssteuerung oder Kundenverhalten, bis zur Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen wie Solvency II oder IFRS IV.

Breites Aufgabenspektrum

Ob man seinen Schwerpunkt im Risikomanagement, im aktuariellen Controlling oder in der Modellierung hat – neben dem Analysieren, Programmieren, Testen und Dokumentieren ist gerade die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Bereichen und Ansprechpartnern ein sehr wichtiger Teil der Arbeit. Hier arbeiten Versicherungsmathematiker mit den Kollegen der Informatik, mit externen Reviewern oder der Rechtsabteilung zusammen. Einer unserer Mitarbeiter beschäftigt sich zum Beispiel gerade mit der Automatisierung der Berechnungslandschaft – in Zusammenarbeit mit der Informatikabteilung.

Und natürlich müssen Ergebnisse auch regelmäßig für das Management aufbereitet und berichtet werden. Zusätzlich zu den Aufgaben im Tagesgeschäft erwartet den Einsteiger in den ersten Jahren die Ausbildung zum Aktuar. Sie baut die Kompetenzen rund um die Versicherungs- und Finanzmathematik, rechtliche Rahmenbedingungen oder Rechnungslegung auf und aus.

Hohe Dynamik

Besonders spannend im Bereich der Versicherungsmathematik ist, dass wir uns ständig an neue und sich schnell ändernde Rahmenbedingungen wie die europäischen Solvency-II-Anforderungen oder die sich verändernde Produktlandschaft und Kundenwünsche anpassen müssen. So darf etwa die Risikomessung nach Solvency II nicht als Selbstzweck erfolgen. Vielmehr müssen die Modellergebnisse in die Vorbereitung der Unternehmensentscheidungen mit einfließen. Aus den steigenden Anforderungen, den wachsenden Risiken und dem zunehmenden Wettbewerbsdruck gewinnt die Versicherungsmathematik eine hohe Bedeutung für den Konzern. Weiterlesen: Welche Anforderungen ergeben sich für Absolventen?

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