Firmeninterne Weiterbildung: Weiter lernen
Neben Aufbaustudiengängen, der Promotion oder dem MBA-Studium sind für Nachwuchs-Manager in der Versicherungsbranche auf dem Weg in die oberen Etagen auch firmeninterne Weiterbildungsangebote interessant.

- Zur Entwicklung ihrer Führungskräfte setzen die Unternehmen vor allem auf Fach- und Persönlichkeitstrainings. (Bild: Sandor Jackal/Fotolia)
Die unternehmerische und fachliche Qualifizierung rückt immer mehr in den Vordergrund – auch für viele Versicherungsfirmen gehört die Mitarbeiter-Qualifizierung heute praktisch zur Überlebensstrategie. Die Weiterbildungsangebote reichen dabei vom klassischen Seminar bis zum E- Learning – auch in einer Kombination aus elektronisch gestütztem Lernen und Präsenzphasen. Häufig sind Inhouse-Schulungen eine sinnvolle Maßnahme, um neue Herausforderungen im Job schneller und besser zu meistern.
Individuelle Entwicklungsprogramme
Zur Entwicklung ihrer Führungskräfte setzen die Unternehmen vor allem auf Fach- und Persönlichkeitstrainings, DV-Schulungen und Sprachkurse. Die Ergebnisse der Staufenbiel-JobTrends-Studie zeigen, dass dies für Wirtschaftswissenschaftler und technische Absolventen (die bei den Industrieversicherern durchaus gefragt sind) gleichermaßen gilt.
Insbesondere Großunternehmen der Branche geben vielversprechenden Einsteigern und Professionals die Chance, ihr Potenzial durch ausgefeilte Weiterbildungsmaßnahmen und individuell auf sie abgestimmte Entwicklungsprogramme zu steigern. Neuen Mitarbeitern wird im Rahmen der Einarbeitungsphase häufig auch ein Auslandsaufenthalt offeriert – die meisten Arbeitgeber machen dieses Angebot allerdings von der Leistungsfähigkeit der Nachwuchskraft oder der Existenz geeigneter Projekte abhängig.
Der letzte Schliff
In zeitlich begrenzten Programmen werden vor allem Kenntnisse vermittelt, die mit aktuellen Aufgaben, Projekten und Produkten zusammenhängen. Management-Development-Programme sollen dagegen langfristig für verantwortungsvolle Aufgaben qualifizieren. Die Programme umfassen häufig mehrere Wechsel in verschiedenen Fach- und Führungsfunktionen. Eine Nachwuchskraft übernimmt dabei nach kurzer Einarbeitung für eine gewisse Zeit die volle Verantwortung für den jeweiligen Bereich.
Parallel dazu werden Weiterbildungsseminare angeboten. Insgesamt kann die Jobrotation zwischen vier und sechs Jahre dauern. Ziel ist es, verstärkt projektorientiert und fachübergreifend zu arbeiten. Den letzten Schliff bekommen Führungskräfte beim Persönlichkeitstraining. Dabei beschäftigen sie sich mit Führungstechniken, Rhetorik oder Präsentation.
Wettbewerbsvorteil im Karriereverlauf
Eine Alternative zu firmeninterner Weiterbildung ist ein Management-Studium wie der MBA. Gut eine Million Studenten haben den MBA-Abschluss bisher erworben. Die Vielfalt der MBA-Programme nimmt stetig zu. Deshalb ist eine genaue Prüfung vor Studienbeginn notwendig. Viele Unternehmen achten inzwischen sehr auf das Renommee der Schule. Der MBA ist häufig ein Wettbewerbsvorteil im Karriereverlauf, wenn die Qualität der Ausbildung stimmt.
MBA-Absolventen haben insgesamt verbesserte Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt. Vor allem bestimmte Nachwuchspositionen, wie etwa die des Vorstandsassistenten, werden oft mit der Zusatzqualifikation MBA ausgeschrieben. Besonders gut sind die Chancen für MBA-Absolventen bei amerikanischen und multinationalen Versicherungsfirmen.
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