MBA & Co.: Die richtige Wahl
Das MBA-Studium an einer renommierten Schule vermittelt gute Voraussetzungen für anspruchsvolle Managementaufgaben, für fachliche Flexibilität und interkulturelle Kompetenzen. Und damit steigen die Jobchancen.
Ein MBA-Studium lohnt sich – allerdings anders als so mancher es sich vielleicht erhofft. Denn der MBA garantiert nicht automatisch den Sprung auf der Karriereleiter, ein deutliches Plus beim Gehalt oder unzählige Jobangebote. Was er aber vermittelt, sind sehr gute Voraussetzungen für anspruchsvolle Aufgaben, fachliche Flexibilität und interkulturelle Kompetenzen, die die Jobchancen auf dem aktuellen Arbeitsmarkt erhöhen können.
Zusatzqualifikationen erwerben
Ein MBA-Studium ist oft erst nach den ersten zwei bis fünf Jahren Berufserfahrung sinnvoll, da so in der Managementausbildung auf den Erfahrungen aus dem Job aufgebaut werden kann. Wer nach dem Wirtschaftsstudium ein MBA-Studium anstrebt, sollte bei länger dauernden Programmen klären, ob die Studiendauer – nach Anerkennung bisheriger Studienleistungen – auch verkürzt werden kann. Je nach Schwerpunkt lassen sich durch eine Spezialisierung bestimmte Zusatzqualifikationen erwerben, die den MBA-Absolventen für Arbeitgeber attaktiv(er) machen. Weitere Pluspunkte sind verbesserte Fremdsprachenkenntnisse und die internationalen Erfahrungen, wenn der MBA im Ausland erworben wird.
Programmauswahl
Weltweit gibt es mehrere tausend Programme, der Großteil davon in den USA. Auch in Deutschland boomt das Angebot. Parallel dazu wächst die Zahl der MBA-Studenten, die sich in den letzten zehn Jahren verzehnfacht hat. Für Berufserfahrene, die das "Standing" im Unternehmen verbessern wollen, kann der MBA Erfolg versprechend sein. Professionals, die sich neu orientieren wollen und ihre Ziele bereits genau definiert haben, sollten ein kurzes Vollzeitprogramm an einer Business School in Erwägung ziehen, die über gute Kontakte zu den gewünschten Wirtschaftsbereichen bzw. Unternehmen verfügt. Für Nachwuchs-Manager, die beruflich sehr mobil sein müssen, kann sich ein Teilzeit- oder Fernstudienprogramm empfehlen. Auch hier ist – wie bei Vollzeitprogrammen – die Akkreditierung eines Studiengangs ein wichtiger Hinweis auf die Qualitätsstandards.
Erstklassige Managementausbildung
Finanziell lohnt sich ein MBA-Studium vor allem nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung. Dies hat drei Gründe. Erstens: Das Gehalt, auf das man bei einem Vollzeitprogramm verzichtet, ist meist noch nicht so hoch wie in späteren Jahren. Zweitens: Die Berufstätigkeit dauert noch lange genug an, sodass sich die Kosten des Studiums amortisieren. Drittens: Das Alter des MBA-Absolventen am Ende seines Studiums ist für Arbeitgeber interessant: Man ist noch jung und hat neben dem Studium eine erstklassige Managementausbildung in der Tasche. Gerade global agierende Rückversicherer und internationale Versicherungsunternehmen bewerten die MBA-Ausbildung durchaus positiv, wenn eine renommierte Business School gewählt wurde. In jedem Fall sollten Interessierte, die ein MBA-Studium anstreben, vorher mit dem Arbeitgeber sprechen.
Die "richtige" Business School
Doch welche Schule die "richtige" ist, ist nicht so leicht herauszufinden, denn die "beste" Business School gibt es nicht. Das Angebot ist riesig. Jahr für Jahr werden neue Programme konzipiert, bestehende überarbeitet, andere gestrichen. Wie findet man heraus, welche Business School infrage kommt? Dafür ist ein persönlicher "Aktionsplan" der erste Schritt. Er beginnt mit der Selbstanalyse – ein Fahrplan für das weitere Vorgehen.
"Aktionsplan MBA": Persönliche Checkliste
- Warum möchte ich ein MBA-Studium absolvieren?
- Ist ein MBA-Studium überhaupt der beste Weg zu meinen beruflichen Zielen?
- Welches Karriere-Konzept liegt vor? (Berufliche Umorientierung? Internationale Karriere? Erwerb fachspezifischer Kenntnisse?)
- Wann und in welcher Form möchte ich ein MBA-Studium absolvieren?
- In welchem Land möchte ich den MBA-Titel erwerben?
- Welche Business School und welches Programm passen zu mir?
- Bringe ich ausreichend Engagement, Selbstdisziplin und Ausdauer mit?
- Bin ich bereit, eine vorübergehende Beeinträchtigung des Privatlebens in Kauf zu nehmen?
- Sind auch Partner, Familie und Freunde bereit, dies zu akzeptieren?
- Ist die Finanzierung sichergestellt?
