Networking: Kontakte knüpfen
Networking beschreibt eine Fähigkeit, die neben einem guten Studienabschluss, breitem Fachwissen und Auslandserfahrung eine immer größere Rolle bei Ein- und Aufstieg spielt. Wie wo und wie lässt sich aber gut "netzwerken"?
Networking fördern durch persönliche Beziehungen
Selbstverständlich nehmen fachliches Wissen und die praktische Erfahrung von Absolventen auf dem Weg zum Traumjob auch in der Versicherungsbranche einen hohen Stellenwert ein. Doch ein breit gefächertes Netz von Kontakten ist heute wichtiger denn je – und kann der Karriere den entscheidenden Schub geben. Schätzungen zufolge wird auf dem Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte heute jede dritte Stelle über persönliche Beziehungen vergeben. Und nicht nur bei der Stellensuche erweist sich Networking als unverzichtbar, auch bei den täglichen Herausforderungen des Arbeitsalltags hat es derjenige leichter, der sich mit anderen austauschen kann.
Viele Möglichkeiten für Networking nutzen
Für Studenten gibt es vielerlei Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen – etwa durch gute Kontakte zu Professoren, zu Betreuern von Praktika und zu anderen Studierenden. Denn je mehr Menschen wissen, was man kann und was man später machen möchte, desto besser. Aber wie und wo baut man ein Netzwerk auf? Neben Business-Plattformen im Internet hat man gute Chancen, bei Hochschul- und Fachmessen, bei Firmenpräsentationen und natürlich bei Praktika intensive persönliche Kontakte zu knüpfen.
Kontakt- und Karrierebörsen in Form von Jobmessen bieten Studenten, Absolventen und Personalmanagern die Gelegenheit, sich in zwangloser Atmosphäre kennen zu lernen. Auf den Veranstaltungen stellen sich Versicherungsunternehmen als Arbeitgeber vor und informieren über Anforderungsprofile, Tätigkeitsfelder, Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten und Praktika – mit dem Ziel, die besten Nachwuchskräfte ins eigene Unternehmen zu holen.
Networking auf Recruitment-Veranstaltungen
Bei Recruitment-Veranstaltungen werden Bewerber auf ihre Qualifikation und Eignung geprüft, bevor sie Arbeitgebern vorgestellt werden. Hier kommt es beispielsweise auf akademische Leistung, Auslandserfahrung und erste Berufserfahrung an. Die Rekrutierungs-Workshops bestehen meist aus Unternehmens- und Bewerberpräsentationen, aus der Bearbeitung von Fallstudien bzw. kleineren Projekten sowie aus Bewerbungsgesprächen für konkrete Stellenangebote. Wegen der strikten Vorauswahl stehen die Chancen gut, nach einer solchen Veranstaltung ein Praktikumsangebot oder einen Arbeitsvertrag in der Tasche zu haben.
Optimal für Networking: Studenteninitiativen und Verbände
Gerade studentische Initiativen bieten sich für das Networking an - die Kontakte halten manchmal sogar ein ganzes (Berufs-)Leben lang. Für Wirtschaftsstudenten sind dies etwa Aiesec oder der Berufsverband bdvb (Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V.). Aiesec beispielsweise ist mit über 850 Lokalkomitees in gut 100 Ländern aktiv. In Deutschland ist Aiesec an rund 60 Universitäten und Fachhochschulen vertreten.
Der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte vertritt seit über 100 Jahren die Interessen von Wirtschaftswissenschaftlern in Deutschland. Als größter Verband der Wirtschaftsakademiker unterstützt er nach eigenen Angaben "die interdisziplinäre Diskussion und ist Forum für den fachlichen Gedankenaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis".
Virtuelle Netzwerke: Social Networking
Auch im Internet lautet die Devise "Social Networking": Inzwischen gibt es große Plattformen, die sich auf die Herstellung von Businesskontakten spezialisiert haben. Der Benutzer kann dort sein eigenes Profil mit beruflichen und privaten Angaben einstellen, sich mit anderen Usern austauschen oder über Jobangebote informieren. Auch von Personalvermittlern und Headhuntern werden diese Plattformen genutzt.
Ein weiteres Kommunikationsmittel sind fachspezifische Internetforen, in denen man sich zu Fragen des Studiums, der Karriere und des Joballtags austauschen kann. Doch auch wenn die Internetplattformen ein nützliches Instrument zum Informationsaustausch und ersten Kennenlernen sind, kann das "anonyme" Networking nicht den persönlichen Kontakt ersetzen.
Darüber hinaus gibt es an fast jeder renommierten Hochschule Ehemaligen-Netzwerke (Alumni-Vereinigungen), durch die Studenten vom Erfahrungsschatz und den Kontakten bereits im Job stehender Absolventen profitieren können.
Auf Networking-Kontakte immer wieder zurückgreifen
Die Einstiegsposition ist gefunden, man ist im Arbeitsalltag angekommen. Wird Networking jetzt überflüssig? Wer so denkt, handelt extrem kurzsichtig: Ohne Beziehungspflege kann die Weiterentwicklung im Job schnell stagnieren.
Ein kontinuierlicher Aufstieg für Absolventen ist auch in der Versicherungswirtschaft nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Die Auswahlkriterien werden strenger und nur noch die Besten schaffen es bis ganz nach oben. Glücklich, wer auf bestehende und gut funktionierende Kontakte zurückgreifen kann.
