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Bewerbungsunterlagen: Was muss drinstehen?

Das Unternehmen muss anhand der Bewerbungsunterlagen in kurzer, prägnanter Form davon überzeugt werden, dass der Kandidat sowohl zur offenen Stelle als auch zum Unternehmen passt - und zwar besser als die Mitbewerber.

Relevante Informationen müssen in der Bewerbung schnell erkennbar und vollständig dargestellt werden. (Bild: Stefan Thiermayer/Fotolia)
Relevante Informationen müssen in der Bewerbung schnell erkennbar und vollständig dargestellt werden. (Bild: Stefan Thiermayer/Fotolia)

Telefonische Kontaktaufnahme

Bevor man sich jedoch an den Schreibtisch setzt, um die Bewerbungsunterlagen zusammen zu stellen, kann es empfehlenswert sein, wenn man vorab telefonisch mit der Gesellschaft in Verbindung tritt. Doch der erste Anruf liefert nicht nur Informationen über das Unternehmen. Wer vor einer Initiativbewerbung mit der WP-Gesellschaft Kontakt aufnimmt, gibt mit seinem Anruf auch eine „Visitenkarte“ ab.

Deshalb sollte er auch vor dem Griff zum Hörer gut vorbereitet sein.

Da nur rund jeder zehnte Bewerber die telefonische Kontaktaufnahme vorab nutzt, ergibt sich außerdem ein erster Wettbewerbsvorteil. Durch die telefonische Kontaktaufnahme erscheint der Bewerber kommunikativ, zielstrebig, engagiert und motiviert.

Anschreiben: individuell gestalten

Für den Arbeitgeber müssen relevante Informationen schnell erkennbar und vollständig dargestellt werden. Die Kunst liegt darin, Anschreiben und Lebenslauf bei jeder Bewerbung individuell zu gestalten. Wer inhaltlich keinen Bezug zum Unternehmen und zur jeweiligen Aufgabe herstellt, signalisiert, dass er sich nicht wirklich für die Position interessiert oder sich nicht richtig vorbereitet hat. Das Anschreiben muss das Interesse des Lesers wecken. Es darf nicht den Lebenslauf mit anderen Worten wiedergeben, sondern sollte alle Gründe dafür liefern, warum der Bewerber für die jeweilige Position besonders geeignet ist.

Qualifikationen und Anforderungsprofil

Die zentralen Fragen der Personalchefs sind:

  • Warum interessiert sich der Bewerber für die Stelle?
  • Passt er zum Unternehmen und zur Stelle?
  • Bringt er wichtige Qualifikationen mit, die über das Anforderungsprofil für die Stelle hinausgehen, bringt er einen Zusatznutzen?

Hilfreich ist es, dabei immer wieder – soweit möglich – die Sicht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einzunehmen. Um sich in ein Unternehmen hineinversetzen zu können, sollte man sich mit der Firmenphilosophie des Unternehmens genau auseinandersetzen - häufig zu finden auf der Firmen-Website.

Lebenslauf: vollständig und übersichtlich

Besonders wichtig ist der tabellarische Lebenslauf, der vollständig und übersichtlich sein muss. Er soll dem Leser alle wichtigen Informationen über Lebens-, Studien- und Berufsweg vermitteln. Der Lebenslauf kann im klassischen Stil gestaltet sein, d.h. der Werdegang wird in chronologischer Abfolge dargestellt. Gern gesehen ist heute die anti-chronologische Darstellung: Man beginnt mit der aktuellsten Information. Die einzelnen Zeitabschnitte sind lückenlos aufzuführen. Zu bedenken bleibt, dass der Lebenslauf eine konsequente Ausrichtung auf die jeweilige Position erkennen lassen muss. Der Lebenslauf bietet dabei auch Platz für den ganz besonderen persönlichen Eindruck – mit dem Bewerbungsfoto.

Foto: hochwertig und mit Namen

Beim Foto sollten einige Dos and Don’ts berücksichtigt werden:

  • Kein Automaten- oder Urlaubsfoto
  • Der Bewerber sollte sich im Businesslook präsentieren
  • Das Foto sollte auf der Rückseite mit Namen und Anschrift versehen sein
  • Bei gescannten Fotos muss die Qualität des Scans und des Ausdrucks stimmen
  • Es sind hochwertige Schwarzweiß- und Farbbilder möglich.

Durch das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) dürfen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Rasse etc. bei der Beurteilung keine Rolle mehr spielen. So ist auch nach dem „Europäischen Lebenslauf“ der EU bzw. nach dem „Europass“ kein Foto in der Bewerbung mehr vorgesehen. Doch ein neues Gesetz braucht seine Zeit. Man weiß noch nicht genau, ob sich die „anonymisierte Bewerbung“ in Deutschland durchsetzen wird. Um auf der sicheren Seite zu sein, kann man sich vorab beim Wunschunternehmen informieren, welche Variante bevorzugt wird.

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Überblick über die Leistungen

Nach Anschreiben und tabellarischem Lebenslauf werden die weiteren Unterlagen chronologisch geordnet – und ggf. nach der Gliederung des Lebenslaufes getrennt. Die aktuellsten Unterlagen liegen oben. Bei Absolventen ist selbstverständlich das Abschlusszeugnis ein zentrales Dokument. Ist es zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht ausgestellt, muss der letzte (Zwischen-)Abschluss beigelegt werden. Um dem Leser einen Überblick über die aktuellen Leistungen zu geben, sollte man einen Notenspiegel ebenfalls beilegen.

Datum: 05/09
Autor: Thomas Friedenberger

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