Mittelständische Gesellschaft: Jobs für Steuerberater
Wer meint, das Arbeiten am Thema Steuern in einer mittelständischen Gesellschaft könnte langweilig werden, irrt. Die unterschiedlichen Steuerarten, die ständigen Gesetzesänderungen und die aktuelle Rechtssprechung sorgen immer wieder für Neues.

- Damit man sich kein Unternehmen im Steuer-Dschungel verirrt - der Steuerberater hilft (Bild: Staufenbiel/GTI)
„Die Besonderheit einer mittelständischen Wirtschaftsprüfung- und Steuerberatungsgesellschaft ist, dass es keine strikte Trennung zwischen den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung gibt. Der Mandant hat in der Regel einen Ansprechpartner, der ihm für alle betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und handelsrechtlichen Fragen zur Seite steht“, erläutert Michael Danner, Steuerberater und Prüfungsleiter bei Ebner Stolz Mönning Bachem.
Wirtschaftsprüfer: Gespräche mit Banken
Die Arbeit als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in einem mittelständischen Unternehmen ist überaus vielfältig. Termine mit Mandanten, Gespräche mit Banken und Versicherungen sowie der Finanzverwaltung wechseln sich ab mit der fachlichen Arbeit. Bei Steuerberatern zählt die Betreuung komplexer steuerlicher Sachverhalte, die Teilnahme an Betriebsprüfungen und das Führen von Rechtbehelfen und Klagen dazu. Ein großer Teil der Beratungsleistung erfolgt dabei telefonisch.
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: Fachkenntnisse gefragt
„Mittelgroße Sozietäten bieten für Einsteiger eine ideale Plattform für die weitere persönliche Entwicklung. Flache Hierarchien, Mandantenkontakt von Anfang an, ein breites Betätigungsfeld und die schnelle Integration in überschaubare Teams sind nur einige der Vorteile. Bewerber sollten neben hervorragenden Fachkenntnissen erste praktische Erfahrung, Beigeisterung für den Beruf, hohe Einsatzbereitschaft und eine ausgeprägte Teamfähigkeit mitbringen“, sagt Wolfgang Richter, Gründungs- und Managing Partner von RP Richter & Partner.
Grundlage ist eine fundierte (wirtschafts-)wissenschaftliches Ausbildung an einer Universität oder Fachhochschule. Neue Mitarbeiter sollten bereit sein, sich laufend fachlich fortzubilden. Der Mandant steht im Mittelpunkt der Arbeit und eine hohe fachliche Kompetenz wird auch von Nachwuchskräften erwartet.
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: breites Tätigkeitsfeld
„Einsteiger bauen durch den dualen Berufszugang vom ersten Tag an Know-how in Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung auf. Daher bietet er die ideale Basis zur Vorbereitung auf die Berufsexamina zum Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Nach der generalistisch angelegten Ausbildung in den ersten Berufsjahren entscheiden sich die Mitarbeiter, ob sie weiterhin ein breites Tätigkeitsfeld bei ihren Mandanten abdecken möchten oder ob sie sich in einem Bereich zusätzlich spezialisieren“, erläutert Michael Danner.
Und betont, dass „die Aufgaben in einer mittelständischen Beratungsgesellschaft neben fachlichen Kompetenzen vor allem ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, die Fähigkeit im Team kreativ Aufgaben zu lösen sowie unternehmerisches Denken und hohe soziale Kompetenz erfordern.
Zu Beginn beschäftigten sich Steuerberater in einer mittelständischen Gesellschaft im Wesentlichen mit der Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen, der Ausarbeitung von steuerlichen Fragestellungen und der regelmäßigen Teilnahme an fachspezifischen Seminaren in der internen Fortbildung.
Als Steuerberater in einer mittelständischen Gesellschaft erstreckt sich das Aufgabenfeld jedoch auf mehr als das Abfassen von Steuererklärungen. Steuermaterie ist ein sehr kompliziertes Feld (jeder, der seine eigene Steuererklärung ausfüllt, weiß was gemeint ist), und der Unternehmer oder Manager will sich darauf verlassen können, dass in den Steuererklärungen seines Unternehmens alles korrekt dargestellt ist, das Unternehmen seine Rechte wahrt und nicht unnötig Geld verschenkt. Das möchte aber wahrscheinlich jeder, der das Wort „Steuern“ hört.
Datum: 10/10
Autor: Thomas Friedenberger
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