Produktentwicklung: Von der Idee zur Verbesserung
Vom Lippenstift bis zur Spülmaschine, vom Mobiltelefon bis zum High-End-Kinosystem: Berater für Produktentwicklung haben mit vielen Dingen zu tun.
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Wie machen wir unsere Geschirrspülmaschine leiser und effizienter bei gleichen Kosten?“ Andere Frage: „Wie wird unsere Shampoo-Flasche umweltfreundlicher?“ Oder: „Wir planen ein Auto für das Segment der Kunden, die 250 000 Euro dafür ausgeben wollen. Was ist denen wichtig?“ Aufträge wie diese zeigen: Für den Berater mit Schwerpunkt Produktentwicklung ist keine Herausforderung zu groß, keine Aufgabe zu ungewöhnlich, als dass sie nicht irgendwann auf seinem Schreibtisch landen könnte.
Lippenstift und Bagger
Die Produkte umfassen das volle Spektrum für Privat- und Geschäftskunden: vom Lippenstift bis zur Spülmaschine, vom Mobiltelefon bis zum High-End-Kinosystem, vom Roboter bis zur automatischen Fertigungsstraße oder Dienstleistungsprodukte wie elektronische Zahlungsmittel.
Die Beratungsansätze sind unterschiedlich. Gilt es etwa, den Mehrwert eines Teelichts aus Kundensicht zu steigern, dann spricht man von „Design-to-Value“. Oder anders formuliert: von der Optimierung der Produkte zum Wohl des Kunden und der Umwelt – und natürlich der Marge. Denn meist ist der Kunde bereit, den Mehrwert mit einem Aufpreis zu honorieren.
Design-to-Cost
Ein anderer Beratungsansatz lautet „Design-to-Cost“. Hier werden Zielkosten vorgegeben, auf die der Berater ein Produkt zu trimmen hat. Ein Beispiel: Ein Hersteller von Landmaschinen möchte mit einem neuen Produkt in Entwicklungsländer expandieren. Um wettbewerbsfähig zu sein, werden bewusst niedrige Zielkosten angesetzt. Aufgabe der Produktentwicklung ist es, einerseits möglichst viele Teile von existierenden Produkten zu verwenden, um Entwicklungskosten zu sparen. Andererseits sollen auch möglichst viele Teile vor Ort produziert werden, um Transportkosten zu sparen – und die für die Getreideernte entwickelte Maschine an die Reisernte anzupassen.
Reverse Engineering
Berater für Produktentwicklung arbeiten hierbei eng mit Marketing, Einkauf und Fertigung zusammen. Sie koordinieren Teams über mehrere Standorte, moderieren Ideen-Workshops, unterstützen Wirtschaftlichkeitsanalysen und bringen sich mit Fachwissen aus dem Studium oder mit Berufserfahrung ein. Oft streifen sie auch den Blaumann über und zerlegen das Produkt und die Wettbewerbsprodukte in ihre Einzelteile. Ziel des Reverse Engineering: aus den besten Lösungen aller Produkte – plus neuen Ideen – ein neues Produkt zu entwickeln.
Vom Marketing über die Entwicklung bis zum Einkauf – der Reiz der Produktentwicklung liegt in der funktionsübergreifenden Tätigkeit. Berater für Produktentwicklung arbeiten in allen Branchen und verbessern die gesamte Wertschöpfungskette: von der Idee zum Prototyp, zur Serie, zur kontinuierlichen Verbesserung. Gute Karrierechancen honorieren das.
Datum: 4/11
Autor: Thomas Friedenberger








