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Bewerbung & Einstieg als Inhouse-Berater

Wer Inhouse Consultant werden will, muss einen ähnlichen Bewerbungsprozess wie bei erstklassigen externen Beratungsfirmen durchlaufen. Bewerber sollten dabei nicht nur ihr Interesse am Beraterjob zeigen, sondern auch ihren Bezug zum Wunschunternehmen überzeugend darlegen.

Selbst wenn ein Absolvent nicht zu den Besten seines Jahrgangs gehört, kann er noch immer mit seiner Persönlichkeit punkten. (Bild: WavebreakMediaMicro / Fotolia)
Für einen Berater sind Struktur und Strategie das A und O seines Erfolgs. (Bild: endostock / Fotolia)

Die Bewerber müssen auch bei Inhouse-Consulting-Firmen häufig Fallstudien bearbeiten. Damit versuchen die Unternehmen herauszufinden, wie viel Analysekompetenz, Kommunikationsvermögen und Teamgeist ein Absolvent tatsächlich mitbringt.

In einer realitätsnahen Situation werden in den Fallstudienbearbeitungen Beratungskompetenz und Stressresistenz gleichermaßen getestet – und das unter Zeitdruck. Die Lösungen der Fallstudie(n) bewerten die Firmen anhand verschiedener Kriterien. Dazu zählen Konsistenz, Plausibilität oder die effektive Nutzung wichtiger Quellen. 


Persönlichkeit spielt eine große Rolle

Die Persönlichkeit spielt in der Beratung eine entscheidende Rolle. Die bevorzugten Bewerber überzeugen durch ihr Auftreten und bringen wertvolle Erfahrungen durch Praktika und Auslandsaufenthalte mit. Am Ende zählt aber immer der Gesamteindruck. So kann ein Absolvent, der nicht zu den Besten seines Jahrgangs gehört, trotzdem Chancen haben. Es muss ihm nur gelingen, sein Potenzial für die Beratung konkret darzustellen und mit den Stationen in seinem Lebenslauf zu belegen.

Mehrwert fürs Team deutlich machen

In den Interviews sollten engagierte Bewerber auf Floskeln verzichten. Gezielte Fragen zu Inhouse Consulting und zum Beratungsalltag bleiben bei Personalverantwortlichen positiv in Erinnerung. Bewerber sollten sich daher auf die Interviews sehr gut vorbereiten. Wer seinen Mehrwert für das Team hier deutlich macht und beim Lösen der Fallstudie beeindrucken kann, hat gute Karten.

Kreativität und Pragmatismus überzeugen

Bei den Case Studies ist es wichtig, die Aufgabenstellung gut zu strukturieren und vor allem die richtigen Fragen zu stellen. Erst wer das Problem klar erkannt hat, kann die Fallstudie lösen. Hierbei kommt es aber gar nicht unbedingt auf eine Punktlandung beim Ergebnis an, sondern mehr auf den Lösungsweg. Ein hohes Maß an Kreativität und Pragmatismus überzeugen immer – denn das sind zentrale Erfolgsfaktoren für einen Inhouse Consultant.

Klar definierter Karrierepfad

Nach dem Einstieg als interner Berater lernt man schnell die Geschäfts- und Zentralbereiche des Konzerns kennen. In Workshops und Seminaren werden immer wieder spezielle Consulting-Kompetenzen geschult. Bei entsprechender Leistung führt ein klar definierter Consulting-Karrierepfad in wenigen Jahren vom Einstieg als Junior über die Position des Senior Consultants zum Projektmanager.

Sprung in Managementposition im Konzern

Schnelles, strukturiertes Denken, Methodenwissen und Überzeugungsfähigkeit sind wichtige Grundlagen für erfolgreiche Inhouse-Berater. Häufig ist branchenspezifisches Wissen unerlässlich, falls die Muttergesellschaft nur in wenigen Branchen tätig ist. Das im Laufe der Beratungszeit aufgebaute Netzwerk ermöglicht dann den Sprung in eine anspruchsvolle Managementposition im Konzern.

Datum: 12/11
Autor: Thomas Friedenberger