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Wer, wo, wie viel – der Branchen-Überblick

Die Consultingbranche in Deutschland hat 2011 trotz Schulden- und Eurokrise ihre positive Umsatzentwicklung fortgesetzt. Neue Berater werden für verschiedene Bereiche und Projekte gesucht.

Gut für Interessenten: Der Personalaufbau in der Consultingbranche ging auch 2011 weiter. (Bild: endostock / Fotolia)
Gut für Interessenten: Der Personalaufbau in der Consultingbranche ging auch 2011 weiter. (Bild: endostock / Fotolia)

Der Branchenumsatz legte um knapp zehn Prozent zu und kletterte damit erstmalig über die magische 20-Milliarden-Euro-Marke. Die Unternehmensberater führten insgesamt Projekte von gut 20,6 Milliarden Euro durch. Im Vorjahr waren es knapp 19 Milliarden.

Die Consultants profitierten stark von der Sonderrolle der deutschen Wirtschaft als Konjunkturlokomotive Europas. Gute Exportzahlen, eine verbesserte Binnenkonjunktur und ein robuster Arbeitsmarkt sorgten für ein günstiges Investitionsklima in den Industrie- und Dienstleistungsfirmen. Viele wichtige Kunden der Berater, etwa aus dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie, verbesserten ihren Absatz.

 

Konjunkturverlauf strategisch genutzt

In vielen Branchen standen die Beratungsprojekte im Vordergrund, bei denen es um Festigung oder Ausdehnung der Marktposition ging. Viele Konzerne und mittelständische Unternehmen haben den guten Konjunkturverlauf strategisch dafür genutzt, um mit Produkt- und Prozessinnovationen ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern und Wettbewerbsvorteile auszubauen, analysiert der Beraterverband BDU in seiner Marktstudie 2011/2012.

Gut 112.000 Mitarbeiter waren 2011 in der Consultingbranche beschäftigt. Die Zahl der Berater stieg um viereinhalb Prozent auf über 91.000. Davon sind 27 Prozent als Juniorberater angestellt. Bei den großen Unternehmensberatungen mit mehr als 45 Millionen Euro Umsatz ist es sogar jeder Dritte.

Gut für Interessenten: Der Personalaufbau in der Consultingbranche ging auch 2011 weiter. Die Beratungsgesellschaften suchten sowohl Juniorberater direkt von der Hochschule als auch Consultants mit Berufserfahrung. Zwei Drittel der großen Beratungsgesellschaften (mit über zehn Millionen Euro Umsatz) haben zusätzlich neue Juniorberater und berufserfahrene Berater eingestellt.

Ein Viertel mit Strategieberatung

Im Jahr 2011 entfielen 24 Prozent des gesamten Marktvolumens auf die Strategieberatung. Damit konnten die Berater mit Strategieprojekten knapp fünf Milliarden Euro erwirtschaften (2010: 4,5 Milliarden Euro). Der Anteil des Beratungsfelds Organisations- und Prozessberatung fiel leicht. Doch das Umsatzvolumen stieg aber wegen des erhöhten Branchenumsatzes hier auf knapp neun Milliarden Euro. Der Anteil der IT-Beratungsleistungen verzeichnete mit gut 22 Prozent ein leichtes Plus. In absoluten Zahlen waren es 4,6 Milliarden Euro Umsatz.

Besonders gefragt waren bei den Projekten Internationalisierungs- und Wachstumsstrategien (plus 9,9 Prozent) sowie Marketing- und Vertriebsstrategien (10,2 Prozent). Den höchsten Zuwachs im Beratungsfeld Strategieberatung verzeichnete das Thema Corporate Social Responsibility (plus 11,3 Prozent). Die starke Marktorientierung in den Projekten zeigt sich auch in der kräftigen Zunahme von CRM- und Vertriebsthemen (plus 10,7 Prozent) in der Organisationsberatung.

Datum: 03/12
Autor: Thomas Friedenberger