Expertentipp
Wie formuliere ich den Einführungssatz im Anschreiben bei einer Zeitarbeitsfirma? Kann ich in Alltagskleidung hingehen?
Frage: Ich bewerbe mich bei einer Zeitarbeitsfirma. Gehe ich dort in Alltagskleidung hin`Sollte meine Gehaltsforderung nach Tarif sein oder ein bisschen höher?
Frage: Ich bin Diplom Ingenieur im Technischen Umweltschutz ohne Berufserfahrung und seit einem Jahr arbeitsuchend. Daher habe mich nun online bei einer Zeitarbeitsfirma beworben. Nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch bei dieser Zeitarbeitsfirma, zu dem ich meine Bewerbungsunterlagen mitbringen soll. Wie gestalte ich insbesondere den Einführungssatz im Anschreiben? Da ich mich bisher nur auf konkrete Stellen beworben habe, lautete der zum Beispiel: „Mit großem Interesse habe ich im Internet ihre Stellenausschreibung ... gelesen“.
Darf ich dort zudem in Alltagskleidung auflaufen, oder lieber auch in Anzug und Krawatte? Ein Bekannter meinte, Alltagskleidung reicht in diesem Fall aus.
Und meine letzte Frage: Sollte ich mich bei der Gehaltsforderung eher an den Tarif halten (ca. 26.000 Euro im Jahr, wenn ich als Diplom Ingenieur (FH) eingestellt würde), oder 2.000 bis 3.000 Euro im Jahr mehr fordern?
Daniel B.
Antwort: Zu Ihrer ersten Frage:
Bei Initiativbewerbungen ist vorab ein telefonischer Erstkontakt mit dem potenziellen Arbeitgeber sinnvoll. Bereiten Sie sich gut vor und formulieren Sie relevante Fragen. Im Anschreiben können Sie dann auf das geführte Telefonat eingehen und sich nochmals dafür bedanken, z.B. „… ich bedanke mich für das freundliche und kompetente Telefont am … mit Ihnen oder Ihrem/ Ihrer Kollegen/-in. Vereinbarungsgemäß sende ich Ihnen …“
Falls ein telefonischer Erstkontakt nicht möglich ist, können Sie im Anschreiben auch mit Ihren Qualifikationen beginnen, z.B. „.. ich bin Diplom Ingenieur mit Erfahrungen im Bereich … / mit dem Schwerpunkt … und suche ich in Ihrem Unternehmen eine Position als …“
Weitere konkrete Formulierungen lesen Sie bitte in der einschlägigen Bewerbungsliteratur nach.
Zu Ihrer zweiten Frage:
In einem Vorstellungsgespräch will sich der zukünftige Arbeitgeber bzw. der Personalverantwortliche ein Bild von Ihnen machen. Demnach sollte auch die Kleidung bei einem Vorstellungsgespräch der zu besetzenden Position und dem Unternehmen entsprechen. Insbesondere bei zukünftigem Kundenkontakt lautet die zentrale Frage, inwiefern der Kandidat/die Kandidatin das Unternehmen auch nach außen repräsentieren kann. Zudem ist es wichtig, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Zu den Standards zählen dennoch für männliche Bewerber eine Kombination oder ein Anzug. Variationen sind in Abhängigkeit des Unternehmens bzw. der Position möglich, z.B. Hemd mit und ohne Krawatte.
Zu Ihrer dritten Frage:
Bei einem Einstiegsgehalt sollten Sie sich eher an tarifliche Gehälter orientieren. In Abhängigkeit z.B. von der Unternehmensgröße, dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich, der Region können Sie Ihre Gehaltsvorstellungen mehr oder weniger dem Tarif anpassen. Spätere Gehaltsanpassungen sind sicherlich nach einer erfolgreich bestandenen Probezeit möglich.
Ihr Team vom zfm - Zentrum für Management- und Personalberatung
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