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Internationale Karriere im Handel: Je früher, desto besser (Teil 2)

Internationale Karriere: Den eigenen Hintergrund auch einmal abstreifen (Bild: kwest/shutterstock.com)
Internationale Karriere: Den eigenen Hintergrund auch einmal abstreifen (Bild: kwest/shutterstock.com)

Auslandsaufenthalte werden von international agierenden Unternehmen häufig schon in die Trainee-Programme integriert. Schließlich soll der Nachwuchs frühzeitig auf seine zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden und erste Netzwerke knüpfen. Besonders in den Bereichen Einkauf, Vertrieb oder Immobilienmanagement gehören Auslandsstation oft zur Einarbeitung.

Frühzeitig planen

Wer im Job einen Auslandsaufenthalt plant, sollte damit nicht zu lange warten: „Je früher man diesen Schritt wagt, desto besser“, rät Kerstin Rothermel. „Nach dem Studienabschluss ist man am flexibelsten, was die persönliche Lebens- und Familienplanung angeht.“ Das heißt aber nicht, dass ein späterer Auslandsaufenthalt nicht mehr sinnvoll wäre: „Es hängt immer von der individuellen Karriereplanung und der persönlichen Situation ab – und natürlich von den Möglichkeiten im Unternehmen.“

In welche Länder es gehen kann, hängt ebenfalls von den persönlichen Kompetenzen und den Plänen des Unternehmens ab. Welche Kulturkreise infrage kommen, sollte man auch für sich selbst offen kritisch prüfen. „Sicherlich habe ich bestimmte Länder wie die westlichen Industriestaaten bevorzugt, aber auch Asien und der südamerikanische Raum wären für mich sehr reizvoll gewesen“, berichtet Dunja Schüssler von Dr. Oetker über ihre Entscheidungsfindung. „Wichtig war mir, in einem Land zu arbeiten, in dem Frauen als Geschäftspartner anerkannt sind und sie sich diesen Status nicht erst erarbeiten müssen.“

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Lust auf andere Kulturen

Offenheit ist auch gefragt, wenn man sich bereits für eine Tätigkeit im Ausland entschieden hat. „Man sollte nicht alles bis zum Ende durchdenken wollen“, ist die Erfahrung von Dunja Schüssler. „Besonders wichtig ist, dass man aufgeschlossen für fremde Kulturen ist und sich anpassen kann. Man sollte den eigenen Hintergrund auch einmal abstreifen können und seine Geschäftspartner nicht mit den Maßstäben der deutschen Kultur bewerten.“

Die Lust auf andere Kulturen war ein zentrales Motiv für Dunja Schüssler, den Schritt ins Ausland zu wagen. „Gerade bei der Erschließung neuer Märkte sind viel Pioniergeist und Abenteuerlust gefragt. Als ich in den USA war, gab es zwar eine Stelle, aber keine vordefinierten Aufgaben. Dort etwas Neues aufzubauen, hat meinen Horizont fachlich und persönlich sehr erweitert.“

Auf solche neuen Erfahrungen muss man sich einlassen. Die Unternehmen bereiten ihre Mitarbeiter zwar mit Sprachkursen und interkulturellen Trainings auf die Auslandseinsätze vor. Ohne die Bereitschaft, im Ausland die Perspektive zu wechseln, also alles auch mit den Augen derjenigen zu betrachten, die dort leben und arbeiten, wird man aber nicht weit kommen. „Diese Bereitschaft muss man einfach mitbringen, theoretische Vorbereitungen helfen da weniger“, so Dunja Schüssler.

Die Rückkehr planen

Häufig unterschätzt wird, dass nicht nur der Auslandsaufenthalt, sondern auch die spätere Rückkehr ins Heimatland geplant werden muss. Wichtig ist, die Kontakte in die Heimat nicht abreißen zu lassen und die beruflichen Netzwerke weiter zu pflegen. Kerstin Rothermel von Saturn-Media: „Gutes Networking ist das A und O. Schließlich gilt es nach der Rückkehr, möglichst unkompliziert den gewünschten Anschluss wiederzufinden.“

Datum: 04/10
Autor: Heinz Peter Krieger

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