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Nachwuchsingenieure gefragt wie noch nie

Die Nachfrage nach Ingenieuren ist weiterhin groß. Mehr als 100.000 offene Stellen zählten Experten zu Beginn des Jahres.

(Bild: Fotolia)
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In den Ingenieurbranchen ist von Krisenstimmung kaum etwas zu spüren. Bei der Befragung zur Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2012 rechnete mehr als jedes zweite Unternehmen für 2012 mit einem steigenden oder sogar stark steigenden Bedarf an Ingenieurabsolventen im Vergleich zum Vorjahr. Mit Blick auf die kommenden fünf Jahre sind es sogar sieben von zehn Unternehmen.

Rekord bei Ingenieurlücke

Der Trend aus dem Vorjahr ist damit nahezu ungebrochen. Auch der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) meldete im Februar 2012 105.000 offene Ingenieurstellen, gleichzeitig waren knapp 19.000 Ingenieure arbeitslos. Damit ist die Ingenieurlücke auf über 86.000 Personen gewachsen – laut VDI der bislang höchste ermittelte Wert überhaupt.

Ingenieurabsolventen können nach ihrem Studium deshalb meist schnell in den Job starten. Technik-Spezialisten haben in der freien Wirtschaft gute Chancen, schnell in die Führungsetage aufzusteigen. Nach der Ingenieurerhebung 2010 des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) liegt der Anteil der Ingenieure in Führungs- und Vorstandspositionen bei etwa 60 Prozent.

Jobs für Maschinenbau- und Elektroingenieure

Der Ingenieurmonitor des VDI sah im Februar 2012 die Maschinenbauer mit 39.000 Stellenangeboten (im Vergleichsmonat Februar 2011: 30.300) an der Spitze. Dahinter rangierten die Elektroingenieure mit 24.500 (im Vorjahr 17.500) sowie Architekten und Bauingenieure 15.600 (im Vorjahr 13.300). Hier fallen besonders die hohen Steigerungsraten bei Maschinenbau- und Elektroingenieuren von 29 und 40 Prozent auf.

In welchen Einsatzbereichen Ingenieure gute Chancen haben, zeigt ebenfalls die Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2012. Den größten Bedarf haben Unternehmen in den Bereichen Projektmanagement und Entwicklung. Je zwei Drittel der Unternehmen mit Bedarf an Ingenieuren suchen Nachwuchs für diese Einsatzfelder. Die Bereiche Konstruktion und Fertigung/Produktion folgen mit 48 und 46 Prozent. Auch in den Einsatzbereichen Qualitätssicherung, Forschung und Vertrieb ist der Bedarf an Ingenieuren hoch.

Direkteinstieg oder Trainee-Programm

Den künftigen Ingenieuren bieten sich zwei Varianten des Jobstarts: der Direkteinstieg oder ein Trainee-Programm. Laut der Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2012 bieten über 90 Prozent der befragten Unternehmen Ingenieuren den Direkteinstieg an. Beachtliche Karrieren sind auch mit Trainee-Programm möglich. Bei gut 40 Prozent der befragten Unternehmen ist es inzwischen auch für Ingenieure üblich.

Ingenieurinnen gesucht

Deutlich in der Minderheit sind nach wie vor Frauen in den Ingenieurberufen. Trotz zahlreicher Initiativen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik waren 2010 nur zwölf Prozent aller sozialversicherungspflichtig arbeitenden Ingenieure in Deutschland weiblich, geht aus der „Monitor-Ing“-Datenbank des VDI hervor.

Um junge Frauen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, hat der VDI hat zusammen mit weiteren Partnern das Projekt „MINT Role Models“ ins Leben gerufen. Hier berichten erfolgreiche Ingenieurinnen auf Vorträgen, in Workshops oder im Internet von ihrem Werdegang und machen jungen Frauen Mut, in männerdominierte Studiengänge und Berufe einzusteigen.

Datum: 04/12
Autor: Heinz Peter Krieger