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IT-Consulting: Keine Lösung von der Stange

Im IT-Consulting sind technische, wirtschaftliche und kommunikative Fähigkeiten gefragt wie kaum in einer anderen Branche. Denn die Lösungen müssen dem Kunden passen - und nicht dem Berater.

IT-Consulting: Maßgeschneiderte Lösungen für den Kunden (Bild: Alija/iStockphoto.com)
IT-Consulting: Maßgeschneiderte Lösungen für den Kunden (Bild: Alija/iStockphoto.com)

"Meine erste Woche im Consulting war gleich typisch für die Branche: Mein neues Unternehmen habe ich da gar nicht gesehen.“ So beschreibt Daniel Weisser vom IT-Beratungsunternehmen Exxeta seinen Start als Consultant. Nach seinem Informatik-Studium arbeitete er direkt in einem Kundenprojekt mit. Dabei stand Weisser ein erfahrener Kollege zur Seite: „Er zeigte mir, worauf es in der Beratungssituation ankommt, etwa wie ich mich Kunden gegenüber verhalten soll.“

Koffer statt Schreibtisch

Ein Job im IT-Consulting: Das bedeutet immer wieder neue Kunden und Projekte an unterschiedlichen Standorten. Das Beratungsgeschäft ist eben kein reiner Schreibtischjob, Reisebereitschaft muss vorhanden sein. Denn die Berater sind oft beim Kunden vor Ort. Schließlich lassen sich seine Probleme nicht aus der Ferne treffend analysieren und bearbeiten.

Zu Beginn eines neuen Projekts geht es darum, ein konkretes Ziel zu definieren. Unternehmen, die externe IT-Consultants hinzuziehen, erwarten passgenaue Lösungen für ihre Bedürfnisse. Um sich in einer neuen Branche zu orientieren und die Anliegen des Kunden zu eruieren, müssen sich Berater grundlegend in das Projekt einarbeiten.

Gute Zuhörer

Im Umgang mit Kunden ist aber noch eine ganz andere Fähigkeit gefragt. IT-Consultants zeichnen sich nicht nur durch Fachwissen aus der Informatik und betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Sie müssen auch gut zuhören und von ihren Ideen überzeugen können. Gerade wenn der Consultant größere Umstrukturierungen oder den Einsatz neuartiger Tools vorschlägt, ist das nicht immer ganz einfach.

„Übersetzungsprobleme zwischen IT-Beratern und Kunden gibt es“, bestätigt Daniel Weisser von Exxeta. „Die IT ist stark technisch getrieben. Die Fachabteilungen finden häufig: Das brauchen wir doch alles gar nicht. In einer solchen Situation hilft es nicht, einen Zehn-Punkte-Plan durchzuziehen. Hier muss man gut zuhören können, um herauszufinden, wie die Situation im Unternehmen und in den betroffenen Abteilungen ist.“

Besonders wenn der Kunde Lösungen favorisiert, die nicht umsetzbar oder unwirtschaftlich sind, kommt es auf das Fingerspitzengefühl und Kommunikationstalent des Beraters an. „Die Qualität in der IT-Beratung steht und fällt mit der Problemlösungskompetenz und der Kundenorientierung des Dienstleisters. Dazu gehört das Gespür für die Kernfragen und Themen des Kunden“, sagt Jens-Uwe Holz, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Itellium.

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Beraten im Team

Der 31-jährige Weisser entschied sich aus verschiedenen Gründen für den Einstieg in die Branche: „IT-Beratung ist ein vielseitiger und abwechslungsreicher Job. Einerseits hatte ich eine sehr gute theoretische Ausbildung genossen, andererseits arbeite ich gerne mit Menschen zusammen – und das für verschiedene Unternehmen mit unterschiedlichen Ansprechpartnern.“

Consultants sind Ansprechpartner für die Kunden und deren Mitarbeiter. Die Projekte realisieren sie meist zusammen mit Kollegen aus dem Berater-Team und werden dabei häufig von weiteren Fachexperten unterstützt. Ihre kommunikativen Skills sind deshalb ständig gefragt.

„Um die nötigen Informationen zu bekommen und Vertrauen zu gewinnen, muss man agil auf die Personen zugehen und die Trennung zwischen IT-Experten und Fachabteilung überwinden“, beschreibt IT-Consultant Weisser die Herausforderung. „Ein Berater sollte die Gruppe auch menschlich zusammenbringen. Deshalb achten wir auf eine gute Mischung der Teams. Wir versuchen, sie aus unseren Experten, IT-Experten des Unternehmens und Mitarbeitern aus den Fachabteilungen zusammenzusetzen.“

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