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Juristen in der freien Wirtschaft

Rechts und links schauen. Juristen, die es nicht ans Gericht oder in die Kanzlei zieht, finden im Consulting, in Unternehmen oder Steuerberatung spannende Jobs und gute Perspektiven.

Juristen in der freien Wirtschaft (Bild: Franz Pfluegl/Fotolia.com)
Juristen in der freien Wirtschaft (Bild: Franz Pfluegl/Fotolia.com)

Juristen die keine Lust auf den Staatsdienst haben, finden interessante Alternativen in der freien Wirtschaft. Denn juristisches Know-how ist in jedem Unternehmen unverzichtbar. Gesetze ändern sich, und da ist in jedem Unternehmen juristisches Know-how gefragt. Große Unternehmen haben sogar eigene Rechtsabteilungen.

Optimal durchstarten

Die Examensnote zählt – das ist bei Juristen bekannt und wird sich so schnell nicht ändern. Mindestens vollbefriedigend im zweiten Staatsexamen – das ist auch für zwei Drittel Unternehmen mit Bedarf  an  Jura-Absolventen das wichtigste Einstellungskriterium, wie die Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2013 zeigt. Wie auch schon im Jahr zuvor, achten Unternehmen weniger stark auf die Note im ersten Examen. Wichtiger sind ihnen die Studienschwerpunkte, die die Berufseinsteiger an den Universitäten gesetzt haben. Mehr als die Hälfte erwartet erste Berufserfahrung durch Praktika.

Egal, für welchen Bereich Juristen sich entscheiden: Wenn sie beim Berufseinstieg optimal durchstarten wollen, sollten Juristen Englischkenntnisse nachweisen können. Auch mit Auslandsaufenthalten, außeruniversitären Erfahrungen und betriebswirtschaftlichem Verständnis können sie bei Arbeitgebern punkten.

WP und Steuerberatung

In der Wirtschaftsprüfung oder Steuerberatung arbeiten nicht nur Wirtschaftswissenschaftler. Auch Juristen finden dort interessante Jobs.
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Rechtsabteilung

Juristen, die spannende Perspektiven abseits der klassischen Einstiegswege suchen, sind in der Rechtsabteilung eines Unternehmens gut aufgehoben.
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Finanzberatung

Wer sich gerne mit den Bedürfnissen anderer Menschen auseinandersetzt, ist in der Beratung gerne gesehen. In der Finanzberatung sind kommunikationsstarkte Juristen gefragt.
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Soft Skills sind wichtig

Bei den personenbezogenen Einstellungskriterien – den sogenannten Soft Skills – achten die Unternehmen vor allem auf Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative und Selbstständigkeit gefolgt von Belastbarkeit und Leistungsorientierung. Auch unternehmerisches Denken und Handeln wird gern gesehen. Für das Gros der Unternehmensjuristen ist der Direkteinstieg der Start ins Berufsleben, so das Ergebnis der Job-Trends-Studie. Über die Hälfte der befragten Arbeitgeber gibt an, Jura-Absolventen als Associates einzustellen. 14 Prozent bereiten die Jungakademiker mit einem kurzen Einführungsprogramm oder mit einem Trainee-Programm (13 Prozent) auf den Job vor. Sechs Prozent bieten als Einstiegsform die Assistentenposition an.

Nachwuchsjuristen, die sich also nicht nur auf die klassischen Einstiegswege konzentrieren und bereit sind, auch mal nach rechts und links zu schauen, finden hier vielleicht ihren Traumjob.

Autor: Katrin Mingels
Datum: 04/2013