Ihr Auftritt, bitte: Bewerben auf Messen
Der Besuch von Fach- und Recruitingmessen kann sich für Studenten und Absolventen durchaus lohnen. Doch wie bereitet man sich auf den Besuch einer solchen Messe konkret vor?

- Bewerben auf Messen: Am besten vereint man vorher einen Gesprächstermin.
Absolventen sollten keine Möglichkeit zu Bewerbung und Kontaktknüpfen mit Wunscharbeitgebern verstreichen lassen. Insbesondere auf dem Absolventenkongress und auf anderen Recruitingmessen bietet sich die Möglichkeit, persönliche Eindrücke von Unternehmen zu gewinnen und im direkten Kontakt für ein Bewerbungsgespräch Pluspunkte zu sammeln.
Vor dem Messebesuch eingehend informieren
Doch wie bereitet man sich am besten auf den Besuch einer solchen Messe vor? Grundsätzlich gilt zum Bewerben auf Messen Ähnliches wie für jede Bewerbung. Von essenzieller Bedeutung ist es, einen vollständigen Lebenslauf erstellt zu haben. Die Unterlagen führt man am besten in Form von Bewerbungsmappen mit sich. Wie auch bei einer konventionellen Bewerbung sollte man sich vor dem Besuch einer Messe über anwesende Unternehmen eingehend informieren. Was sind die Tätigkeitsfelder, wie ist die Firmenkultur? Ist das Unternehmen eher national oder international ausgerichtet? Gibt es bereits konkrete Stellenanzeigen?
Bei namhaften Unternehmen Gesprächstermine vereinbaren
Insbesondere bei größeren Recruitingmessen empfiehlt es sich, im Vorfeld konkrete Gesprächstermine zu vereinbaren. Ansonsten kann oft nicht gewährleistet werden, dass man bei dem gewünschten Arbeitgeber überhaupt eine Möglichkeit zum Gespräch findet. Vor allem die Stände von großen Unternehmen sind oft überlaufen. Aus diesem Grund sollte man auch Ausschau nach kleineren Kontaktmessen halten. Auf diesen kann man in der Consultingbranche oft namhafte Unternehmen in einem überschaubaren Rahmen treffen. Weiterhin sollte man sich zu jedem Unternehmen vor dem Gespräch überlegen, warum man überhaupt mit diesem in Kontakt treten möchte. Passe ich zu dem Unternehmen? Was ist mein persönliches Kompetenzprofil? Wo liegen meine Stärken und Schwächen?
Professioneller Kleidungsstil
Beim Besuch der Messe sollte man auf einen professionellen Kleidungsstil achten. Schließlich möchte man sich für eine spätere Einstellung empfehlen, Freizeitkleidung sollte in jedem Fall vermieden werden. Auch wenn dies für Studenten manchmal ungewohnt ist, professionelle Kleidung erhöht die Chance auf einen positiven ersten Eindruck enorm. Ebenfalls sollte man in den Gesprächen die übliche Förmlichkeit waren und sein eigenes Auftreten bewusst wahrnehmen und lenken: Zielstrebig und aufgeschlossen auf Menschen zugehen, das persönliche Gespräch suchen und mit unaufdringlicher Selbstverständlichkeit seine Unterlagen übergeben sowie Visitenkarten in Empfang nehmen.
Nachbereitung der Messe
Als letzter Schritt ist eine sorgfältige Nachbereitung von großer Bedeutung. Sofort nach der Messe sollte man die Visitenkarten ordnen und die Gespräche des Tages Revue passieren lassen.
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Danach sind die wichtigsten Kontakte unverzüglich nachzubereiten. Die Erinnerung der Firmenvertreter an das persönliche Gespräch verblasst schnell, und so ist es unerlässlich, seinen Namen „im Spiel zu halten“, um aus dem persönlichen Kontakt auch wirklich Kapital zu schlagen.
Fazit: Bei angemessener Vor- und Nachbereitung kann der Besuch einer Recruitingmesse durchaus zu einem Meilenstein auf dem persönlichen Weg zur Wunschkarriere werden.
Datum: 5/09
Autor: André Hohmann, 23, ist Vorstand für Marketing des Bundesverbandes Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen e.V. (BDSU) und Student der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Gießen (Schwerpunkte: Controlling, Internationales Management sowie Arbeits- und Organisationspsychologie).




