Bewerbung im Handel – Step 3: Bewerbungsunterlagen
Die Bewerbungsunterlagen sind die wichtigste Visitenkarte eines Bewerbers. Eine gründliche Vorbereitung ist deshalb das A und O – das gilt auch für Online-Bewerbungen.

- Vorher klären, welche Form der Bewerbung das Unternehmen bevorzugt. (Bild: aboutpixel.de/rosimerlin)
Wer mit seiner Bewerbung die erste Auslese überstehen will, darf sich keine Fehler erlauben. Eine falsche Anrede, Rechtschreibfehler oder ein unübersichtliches Layout können schnell zum Ausschlusskriterium werden. Personalmanager sehen auf den ersten Blick, ob sich ein Kandidat Mühe gegeben hat oder nicht.
Maßgeschneiderte Bewerbung
Absolute Mindestanforderung ist eine auf das Unternehmen und die angebotene Stelle zugeschnittene Bewerbung. Kleine Unternehmen haben andere Reize als große, Fachhändler andere als Komplettanbieter. Idealerweise kann sich der Bewerber auf Leistungen beziehen, die ein Unternehmen für ihn interessant machen.
Im Klartext heißt das, dass jede Bewerbung individuell zu formulieren ist. Aus dem Anschreiben sollten zwei Dinge eindeutig hervorgehen: die Motivation und die Qualifikation, die aus einem beliebigen Bewerber den Wunschkandidaten für eine ganz bestimmte Stelle machen. Geht es im einen Fall eher um die Begeisterung für den Spielzeughandel, stehen im anderen Fall die Fachkenntnisse im Supply Chain Management im Vordergrund.
Qualifikationen darstellen
Zum Kompetenznachweis gehört auch, was über den Studienplan hinausreicht. Vor allem Praxiserfahrungen sind für Personaler interessant. Ehrenämter und private Aktivitäten helfen ihnen, die Soft Skills eines Bewerbers einzuschätzen. Die sind für eine Karriere im Handel ausschlaggebend: Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke machen nicht nur im Kundenkontakt den Unterschied, sondern auch in leitenden Positionen.
Online oder Post?
Bevor es mit der Bewerbung losgeht, ist zu klären, welche Form ein Unternehmen bevorzugt. Nach der Staufenbiel-Studie JobTrends 2008 ist die E-Mail-Bewerbung mittlerweile beliebter als die schriftliche. Im Zweifelsfall ist es ratsam, nur den Erstkontakt online aufzunehmen.
Grundsätzlich sind bei der Bewerbung per E-Mail die gleichen Formalitäten zu beachten wie bei der klassischen Mappe. Sie sollte an einen konkreten Ansprechpartner gerichtet sein. Wohlgemerkt: an einen. Denn Personaler beklagen immer wieder, dass sie Opfer von Massenbewerbungen werden.
Kein E-Mail-Jargon
Ebenso verpönt sind in der Bewerbung eine unseriöse Absenderadresse, E-Mail-Jargon und Smileys. Die exakte Stellenbezeichnung in der Betreffzeile verhindert, dass die Bewerbung verloren geht. Dokumente wie Zeugnisse werden als PDF-Datei mit höchstens zwei Megabyte der E-Mail angehängt.
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Datum: 4/09
Autor: Sascha Reimann




