Durch Networking zum Job
Ingenieure, die ein breites Netzwerk pflegen, können sich Vorteile bei der Jobsuche verschaffen. Gute Möglichkeiten für effektives Networking bietet sich Bewerbern auf Hochschulmessen und Recruitment-Veranstaltungen.
Suchen Arbeitgeber neue Mitarbeiter, sind Stellenanzeigen im Internet oder in Zeitungen und Zeitschriften häufiges Mittel der Wahl. Allerdings finden sie neues Personal auch über ihr Netzwerk, meist eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte. Ein Großteil aller Neueinstellungen kommt über Networking zustande.
Aber wie und wo können junge Ingenieure Networking betreiben? Neben Business-Plattformen im Internet hat man gute Chancen, persönliche Kontakte zu knüpfen bei:
- Hochschulmessen
- Recruitment-Veranstaltungen
- Fachmessen
- Praxisorientierten Diplomarbeiten
- Praktika
- Business-Netzwerken und Fachforen im Internet
Hochschulmessen als Kontaktbörse
Kontakt- oder Karrierebörsen in Form von Hochschulmessen bieten Studenten, Absolventen und Personalmanagern die Gelegenheit, sich in zwangloser Atmosphäre kennenzulernen und Networking zu betreiben. Auf den Veranstaltungen stellen sich Unternehmen als Arbeitgeber vor und informieren über Anforderungsprofile, Tätigkeitsfelder, Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Praktika und praxisorientierte Diplomarbeiten – mit dem Ziel, die besten Nachwuchskräfte ins eigene Unternehmen zu holen. Ein Messebesuch lohnt sich auch für einen Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt.
Recruitment-Veranstaltungen
Im Unterschied zu einer Hochschulmesse werden Bewerber bei einer Recruitment-Veranstaltung auf ihre Qualifikation und Eignung geprüft, bevor sie Arbeitgebern vorgestellt werden. Manche Recruitment-Veranstaltungen dauern nur einen Abend, andere haben Workshop-Charakter und gehen über mehrere Tage. Die Workshops auf Recruitment-Veranstaltungen bestehen meist aus Unternehmens- und Bewerberpräsentationen, der Bearbeitung von Fallstudien und aus Bewerbungsgesprächen für konkrete Stellenangebote. Viele Unternehmen setzen bei der Suche nach Ingenieuren auch auf eigene Rekrutierungsveranstaltungen. Wegen der strengen Vorauswahl stehen die Chancen gut, nach der Veranstaltung einen Arbeitsvertrag in der Tasche zu haben.
Fachmessen
Da immer mehr Unternehmen Fachmessen auch als Plattform zur Personalwerbung nutzen, sollten Nachwuchs-Ingenieure Ausstellungen und Fachmessen besuchen. Broschüren oder Terminals informieren an den Ständen über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten – oder es sind Mitarbeiter der Personalabteilung vor Ort und geben Auskunft über Einstellungsbedarf und Anforderungsprofile. Häufig haben Besucher die Möglichkeit, ausführliche Gespräche zu führen. Vor dem Gespräch auf der Messe sollte man sich überlegen, welche Firmen man kennenlernen möchte und sich informieren, bevor man einen Gesprächstermin vereinbart. Ingenieure, die erst beim Messebesuch auf ein interessantes Unternehmen stoßen, sollten selbstverständlich auch spontan auf den Ansprechpartner zugehen. Der auf der Messe geknüpfte persönliche Kontakt kann die Chancen einer Bewerbung entscheidend verbessern.
Bewerben in vier Schritten
Teil 1: Die Vorbereitung
Teil 2: Die schriftliche Bewerbung
Teil 3: Das Vorstellungsgespräch
Teil 4: Das Assessment Center
Weitere Links zum Thema
Durch Networking zum Job
Checkliste: Analyse von Stellenanzeigen
Checkliste: Bewerbung
Checkliste: Anschreiben
Checkliste: Vorstellungsgespräch
Checkliste: Körpersprache
Checkliste: Soft Skills im Assessment Center
Checkliste: Gehaltsgespräch
Kontakt halten
Die Einstellungschancen für Absolventen, die ein Praktikum in einem Unternehmen absolviert haben, sind gut. Dasselbe gilt für Tätigkeiten als Werkstudent oder als freier Mitarbeiter und für Examenskandidaten, die eine praxisnahe Diplomarbeit im Unternehmen schreiben. Der Arbeitgeber hat die Gelegenheit, die potenzielle Nachwuchskraft über einen längeren Zeitraum zu beobachten und kennenzulernen – und auf diese Weise die Eignung für eine spätere Festanstellung optimal zu beurteilen. Was Bewerber häufig vergessen: Nicht nur der Arbeitgeber nutzt die Zeit eines Praktikums, um sich klar zu werden, ob die potenzielle Nachwuchskraft zum Unternehmen passt. Auch der Praktikant hat die Chance, zu testen, ob das Unternehmen (Kollegen, Arbeitsbereiche, etc.) seinen Vorstellungen entspricht. Und wenn man dies für sich bejaht hat, sollte man das Networking nicht vergessen und den Kontakt zu den Kollegen pflegen.
Online netzwerken
Das Internet wird für die Karriere immer wichtiger. Das gilt auch für das knüpfen und pflegen von Netzwerken. Bekannte Business-Netzwerke wie Xing oder Linkedin bieten die Möglichkeit, Kontakte zu Firmen und Experten aus dem eigenen Fachbereich aufzubauen. Aber auch Foren und Blogs sind gute Möglichkeiten, sich als vielversprechendes Talent zu zeigen. Hier finden oft Diskussionen zu aktuellen Themen der jeweiligen Branche statt. Wer sich hier als interessierter und eloquenter Fachmann oder Fachfrau zeigt, der kann sich auf diesem Weg ein tragfähiges Netzwerk aufbauen. Und nicht selten suchen Unternehmen auch auf diesen Kollegen neue Mitarbeiter.
Datum: 08/09 (aktualisiert 04/12)
Autorin: Eva Flick






