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Vorstellungsgespräch: Vorbereitung ist alles

Der erste wichtige Schritt ist getan – der Termin zum Vorstellungsgespräch steht. Doch auch in der IT-Branche schläft die Konkurrenz nicht. Wer sich vorbereitet, gewinnt.

Auch die Kleidung spielt im Vorstellungsgespräch eine Rolle. (Bild: Robert Kneschke/Fotolia)
Auch die Kleidung spielt im Vorstellungsgespräch eine Rolle. (Bild: Robert Kneschke/Fotolia)

Aufgeregt vor dem Vorstellungsgespräch? Mit einer gezielten Vorbereitung ist das Vergangenheit. „Ich habe mich mit Seminaren vorbereitet“, sagt Torben Brumm, Software-Entwickler bei CAS. „Darum war ich im Vorstellungsgespräch kaum aufgeregt.“ Je besser die gesamte Vorbereitung, desto höher sind auch die Chancen, sich gegen die Konkurrenz in der IT-Branche zu behaupten.

Auf dem Laufenden bleiben

Erste Informationsquelle für die Vorbereitung ist immer die Unternehmens-Website. Hier stehen die wichtigsten Fakten und Zahlen bereit. Auch wenn die Daten nicht abgefragt werden, können Bewerber ihr Wissen über das Unternehmen oft brauchen. „Als ich meine Motivation erklärte, habe ich mich auf die Unternehmensgröße und die flachen Hierarchien bezogen“, führt Torben Brumm aus.
So wichtig die Unternehmens-Homepage ist, alleine reicht sie nicht immer aus. Zusätzliche Informationen finden Bewerber, wenn sie in Suchmaschinen den Namen des Unternehmens recherchieren. So können sie herausfinden, wie sich das Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt hat, wodurch es sich von seiner Konkurrenz abhebt und ob bestimmte Themen über das Unternehmen in der Presse vorherrschen.
Denn auch solche Fragen können Thema im Vorstellungsgespräch sein: Kennen Sie sich mit den neuen Produkten oder Beratungsschwerpunkten aus? Oder: Gibt es aktuelle Entwicklungen bei Routern, Betriebssystemen oder Programmiersprachen, über die die Presse berichtet? Um diese Fragen zu beantworten, sollten der Technologieteil der Zeitung und Fachzeitschriften zur täglichen Lektüre zählen. Auch Fach- und Firmenmessen sind ideal, um Entwicklungen und Trends in der IT-Branche zu verfolgen.

Kenne dich selbst

Neben den Informationen über Unternehmen und Branche gehört der eigene Lebenslauf zu einer umfassenden Vorbereitung. Das wichtigste ist, seine Qualifizierung, Fachkenntnisse und Berufserfahrungen herauszustellen. Bewerber sollten den Lebenslauf im Vorfeld noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Denn Fragen zum Werdegang kommen unter Garantie. Dazu zählen Nachfragen nach der Motivation, Qualifikationen und Praxiserfahrungen, Stärken, Schwächen und möglichen Lücken im Lebenslauf.

Fachwissen entscheidet

Im Vorstellungsgespräch ist es wichtig, den Lebenslauf flüssig und sicher wiedergeben zu können. Unternehmen erwarten von dem Bewerber, dass er die eigenen Daten kennt und sie gegebenenfalls begründen kann. Warum habe ich was zu welchem Zeitpunkt gemacht?
Punkten kann hier natürlich, wer bereits Erfahrung in der IT-Branche oder der IT-Beratung sammeln konnte. „Mein Vorteil war, dass ich im Studium freiberuflich gearbeitet habe“, bestätigt Torben Brumm. Besonders das Fachwissen ist entscheidend. Darum prüfen Bereichsleiter mit Fragen – seltener mit Tests – den Wissensstand. Das kann auch mal ein Viertel der Gesprächszeit in Anspruch nehmen. „Es wird relativ viel gefordert“, weiß Torben Brumm von CAS. Eine mögliche Frage für Software-Entwickler könnte etwa lauten: Was ist Polymorphie in der objektorientierten Programmierung? Fragen also, die studierte Informatiker im Studium besprochen haben.
Rein fachlich brauchen Informatiker nichts zu fürchten. „Informatiker  lernen im Studium sehr viel“, beruhigt Torben Brumm. „Aber wer das Fachwissen nicht hat, bekommt es auch nicht in einer schnellen Vorbereitung für die Bewerbung.“

Vermeintliche Kleinigkeiten

Aber noch weitere Punkte tragen zu Wohl und Wehe schon vor dem Vorstellungsgespräch bei. Gepflegte Kleidung versteht sich von selbst. Und das bedeutet: Anzug und Krawatte. Selbst wenn die Kleidung später im Beruf unwichtig ist, zählt im Bewerbungsgespräch der äußere Eindruck. „Ich bin mit Anzug und Krawatte gekommen“, bestätigt der Software-Entwickler. „Aber meine Kollegen haben mich noch nie so gesehen.“ Immerhin kann es im Berufsalltag zu Kundenkontakt kommen. „Es muss schon klar sein, dass ich einem Kunden gegenüber vorzeigbar bin“, erklärt Torben Brumm.
Wer beim Vorstellungstermin Extrawünsche anmeldet oder unpünktlich erscheint, kann seine Chancen verschlechtern. Zu einer guten Vorbereitung zählt darum auch die Frage der Anfahrt. Wo muss ich wann sein? Wie komme ich dorthin? Wenn Bewerber diese Punkte im Vorfeld klären, sind die Weichen für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gestellt.

Lesen Sie im zweiten Teil: IT-Expertentipp eines Personalreferenten: Innerlich einstimmen.

Datum: 05/10
Autor: Claudia Feuerer

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