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Erfolgreich bewerben: Internationale Bewerbung

Andere Länder, andere Sitten - das gilt auch für die internationale Bewerbung. Bevor man sich für einen Job im Ausland bewirbt, sollte man sich erkundigen, wie dort ideale Bewerbungsunterlagen mit Resume und Cover Letter aussehen.

Internationale Bewerbung: Besonderheiten berücksichtigen (Bild: Fotolia/Joachim Wendler)
Bewerben im Ausland: Andere Länder, andere Verfahren (Bild: Fotolia/Joachim Wendler)

Englischsprachige Bewerbungsunterlagen bestehen z.B. nur aus zwei Teilen – dem Anschreiben (cover letter) und dem Lebenslauf (britisch: CV, amerikanisch: resume). Die Zeugnisse (references) und Referenzen (recommendations) reicht man erst auf Anfrage nach. In Großbritannien werden Bewerber meist über private Agenturen rekrutiert. Am besten wendet man sich vor Ort direkt an einen Vermittler. 

Fettdruck oder Unterstreichung im Resume

Anders als bei deutschsprachigen Bewerbungen legen angloamerikanische Personalchefs viel Wert auf die deutliche Hervorhebung (z.B. durch Fettdruck oder Unterstreichung) von Übereinstimmungen zwischen der angestrebten Stelle und dem eigenen Ausbildungsweg im Resume. Hierbei werden die aktuellsten Daten an erster Stelle genannt. Falsche Bescheidenheit kann hier ein K.-o.-Kriterium sein. Außerdem ist es in den USA schon seit Längerem Standard, dass kein Bewerbungsfoto beigefügt wird. Auch Angaben zum Geburtsort stoßen auf Unverständnis und werden im schlechtesten Fall als „Fehler“ gewertet. 

Aktives Verhalten des Bewerbers 

Der wichtigste Unterschied zwischen einer deutschen und einer englischen Bewerbung ist das aktive Verhalten des Bewerbers. Ein Wirtschaftswissenschaftler, der aktiv im Ausland eine Arbeitsstelle sucht, muss sich immer wieder ins Gedächtnis des Personalverantwortlichen bringen. Während des gesamten Bewerbungsprozesses erkundigt er sich auf höfliche, aber bestimmte Art nach dem Stand der Dinge. Zurückhaltendes Warten auf eine Einladung oder eine Absage wird meist als Desinteresse gewertet. Hat man es zum Vorstellungsgespräch geschafft, liegt es in der Pflicht des Bewerbers, sich anschließend in einem Thank-you-letter beispielsweise für die gute Gesprächsatmosphäre zu bedanken.

Ein besseres Bild über den Bewerber

Französischen Personalern kommt es häufig vor allem auf Allgemeinbildung und Charakter des Bewerbers an. Daher sollte man sich hier auf andere Auswahlmethoden einstellen. Zusätzlich zu Interview und Assessment Center kommen hier noch Tests hinzu. Vor allem Persönlichkeits-, Intelligenz- und Leistungstests. Darüber hinaus werden auch biographische Fragebögen eingesetzt, um sich ein besseres Bild über den Bewerber machen zu können.

Datum: 5/09
Autor: Thomas Friedenberger

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