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Chancen für Bachelor

Im Interview erläutert Franziska Pankow, Referatsleiterin für Bildungspolitik und Hochschulen beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), wie die Wirtschaft mit den reformierten Studienabschlüssen umgeht und welche Kompetenzen Unternehmen fordern.

Immer mehr Studiengänge sind inzwischen auf Bachelor und Master umgestellt. Wie reagiert die Wirtschaft darauf?

Die Wirtschaft steht den neuen Abschlüssen grundsätzlich sehr aufgeschlossen gegenüber, denn sie hat eine Reform des Studiums ja schon lange gefordert. Allerdings haben noch nicht so viele Unternehmen konkrete Erfahrungen mit Bachelor- und Master-Absolventen gemacht, da ja erst knapp neun Prozent von ihnen auf dem Arbeitsmarkt angekommen sind. Daher sind viele noch immer ein wenig verunsichert.

Was tun Sie gegen diese Verunsicherung?

Zusammen mit der Hochschulrektorenkonferenz haben wir eine Veranstaltungsreihe in den verschiedenen Regionen und Kammern ins Leben gerufen, die vor allem die kleineren und mittleren Unternehmen über die neuen Abschlüsse informieren soll. Das geht von ganz grundsätzlichen Informationen wie „Was ist ein Bachelor?“ bis hin zu „Wie kann mein Unternehmen davon profitieren?“

Wo stehen die Chancen für Bachelors besonders gut?

Vor allem von Firmen, in denen Fachkräftemangel herrscht, werden Bachelor-Absolventen oft direkt nach ihrem Abschluss vom Fleck weg eingekauft. Die Einstiegsoptionen sind vor allem für Ingenieure und Naturwissenschaftler sehr gut.

Was sollten Bachelor-Absolventen mitbringen, um für den Berufsstart gewappnet zu sein?

Wir stellen immer wieder fest, dass die Wirtschaft nicht nur Wert auf Fachwissen legt. Soziale und persönliche Kompetenzen sind heute wichtiger denn je. Als wichtigste Kompetenz wird Teamfähigkeit gesehen. Aber auch Selbständigkeit, Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit sind unverzichtbar.

Häufig wird bemängelt, dass die Absolventen zu wenig Praxiserfahrung mitbringen…

Praxisbezug ist für die Unternehmen enorm wichtig. Denn wie sollen die Studenten sonst einen Bezug zur Arbeitswelt bekommen, wenn nicht durch praktische Erfahrungen? Die Integration von Praktika in das Studium ist ein Muss. Daher darf die Bologna-Reform auf keinen Fall dazu führen, dass man das Praxissemester zugunsten einer sechssemestrigen Struktur wegfallen lässt, wie es leider derzeit viele Hochschulen machen. Wichtig ist nämlich nicht nur, dass die Studenten schnell studieren, sondern auch, was sie später können.

Was raten Sie Bachelor-Absolventen, die kurz vor Eintritt in das Berufsleben stehen?

Sie sollten sich vor allem nicht verunsichern lassen. Oft wird Bachelor-Absolventen vermittelt, dass sie noch nicht richtig fertig ausgebildet sind. Das stimmt aber so nicht. Daher sollten sie sich ihre Stärken bewusst machen, denn auch sie haben viel gelernt und geleistet.

Job oder Master?

Bachelor & Master: Akzeptanz
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Bachelor-Abschluss: Mit PS in die Laufbahn
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Master: Job oder Master?
MBA & Master: Master

Datum: 2/09

Das Interview führte Rebekka Baus.

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